Klosterneuburg Sport & Conference Hotel GmbH & Co KG (Hotel Park Inn), sowie Komplementär-GmbH, beide in 3400 Klosterneubug

07.02.2011 Konkurse beantragt

Die Klosterneuburg Sport & Conference Hotel GmbH & Co KG, sowie deren Komplementär-Gesellschaft Klosterneuburg Sport & Conference Hotel GmbH, beide in 3400 Klosterneubug, Au 6 haben ihre Zahlungen eingestellt und die Eröffnung von Konkursverfahren über ihr Vermögen beantragt. Die Konkurse sind offiziell noch nicht eröffnet, der KSV1870 erwartet aber die Eröffnung der Verfahren in Kürze.

Von den Insolvenzfällen sind 105 Gläubiger betroffen, die ihre Forderungen bereits jetzt über den KSV anmelden können.

Die KG betreibt das Hotel "Park Inn" in Klosterneuburg. Derzeit sind 30 Dienstnehmer beschäftigt, für die bereits das Frühwarnsystem nach dem Arbeitsmarktförderungsgesetz aktiviert wurde.

Nach Eigendarstellung der Kommanditgesellschaft stehen Aktiva von ca. EUR 7,2 Mio. einem Schuldenstand von ca. EUR 11,7 Mio. gegenüber, sodass die rechnerische Überschuldung EUR 4,5 Mio. beträgt. Die GmbH verfügt über keine nennenswerten Aktiva und über eigene Verbindlichkeiten von ca. EUR 6,5 Mio. Hinzu kommen noch die Haftungen aus der Stellung als unbeschränkt haftende Gesellschafterin für die Verbindlichkeiten der KG. Diese Werte werden jedoch erst nach insolvenzrechtlichen Kriterien zu prüfen sein. die

Für die Errichtung des Hotels waren ca. EUR 13,8 Mio. aufzubringen. Ca. EUR 3,3 Mio. wurden durch Eigenmittel aufgebracht, der Rest musste fremdfinanziert werden. Nach Eigendarstellung des Unternehmens erwies sich das Konzept des Park Inn als nicht geeignet für den Standort, vielmehr sei eine Innenstadtlage perfekt gewesen. Es konnte daher nie die für einen positiven Betrieb erforderliche Auslastung erreicht werden. Nachdem das Herbeiführen einer außergerichtlichen Lösung nicht möglich war, sahen sich die Gesellschaften nunmehr gezwungen, Konkursanträge zu stellen.

Es ist nunmehr geplant, das Hotel im zu erwartenden Konkursverfahren vorübergehend fortzuführen, da die Buchungslage für März gut ist und nach Eigendarstellung des Unternehmens bis Ende März ausreichende Liquidität für den Fortbetrieb vorhanden ist. Der noch zu bestellende Masseverwalter wird zu prüfen haben, ob der angestrebte, temporäre Fortbetrieb tatsächlich zu verantworten ist.

In weiterer Folge soll das Objekt dann veräußert werden.

Rückfragen
Dr. Alexander Klikovits
KSV-Insolvenzreferent
Telefon 050 1870-8336, e-Mail: klikovits.alexander@ksv.at

Wien, 07.02.2011


Zurück zur Übersicht