Kroisenbrunner Fertigungs- und Schweißtechnik GmbH, 8605 Kapfenberg
über das Vermögen der Firma
Kroisenbrunner Fertigungs- und Schweißtechnik GmbH
Werk VI Straße 57
in 8605 Kapfenberg
Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Erwin Bajc in 8600 Bruck an der Mur, Mittergasse 28, bestellt.
Allein-Gesellschafter: Dipl.-Ing. Dr. Walter Kroisenbrunner
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Dr. Walter Kroisenbrunner, Gernot Kroisenbrunner
Gegenstand des Unternehmens: Das Unternehmen wurde 1993 zunächst als Einzelunternehmen gegründet - die Um-gründung zur Kroisenbrunner Fertigungs- und Schweißtechnik GmbH erfolgte mit Gesellschaftsvertrag vom 23.11.2001.
Man beschäftigt sich im Rahmen eines Industriebetriebes mit der Erzeugung und Reparatur von Maschinen und Apparatebauteile, insbesondere aus metallischen Werkstoffen. Dieser Teilbetrieb wurde am 01.06.2009 an die IMC Extrudertechnology GmbH verpachtet.
Neben dem Standort Kapfenberg wurde über das 100 %-ige Tochterunternehmen Konjuska d.o.o. im kroatischen Primosten ein Steinbruch mit angeschlossener Betonerzeugung geleitet.
Im Unternehmensteil Kapfenberg werden derzeit keine Mitarbeiter beschäftigt. Der Betriebs-teil Kapfenberg der Antragstellerin ist somit in Folge Verpachtung nicht aktiv und ge-schlossen. Im Tochterunternehmen in Kroatien ist derzeit der Betrieb noch aufrecht.
Verfahrensrelevante Daten: Mit Beschluss vom 16.12.2008 wurde über das Vermögen der Antragstellerin ein Ausgleichsverfahren zu GZ 17 Sa 3/08 x eröffnet, und wurde der Antrag am 06.05.2009 von den Gläubigern angenommen. Der Ausgleich wurde nach Ausschüttung einer Barquote von 15 %, sowie einer weiteren Quote von 5 % am 30.06.2009 rechtskräftig bestätigt und aufgehoben.
Der Ausgleichsvorschlag sah eine weitere Quotenzahlung von 20 % binnen eines Jahres ab Annahme des Ausgleiches vor.
Die Zahlungsfrist für die letzte Quote ist am 6. Mai 2010 abgelaufen und konnte diese mangels zur Verfügung stehender Mittel nicht eingehalten werden.
Es wurde im Ausgleichsverfahren, sowie nach dessen Aufhebung versucht für den Betriebs-teil Kapfenberg entweder einen einzelnen Übernehmen für den Gesamt-Standort zu finden, oder die verschiedenen Teilbereiche (Zerspanung, Zylinder- und Schneckenproduktion, Schweißtechnik, Wärmebehandlung sowie Labor) an unterschiedliche Interessenten zu veräußern (Übernahme des Assets und Teilverbindlichkeiten).
Dies ist nur teilweise gelungen. Es ist aber nicht gelungen, mit dem Tochterunternehmen in Kroatien jene Mittel zu erwirtschaften, die eine gänzliche Erfüllung des Ausgleiches möglich machen.
Das Unternehmen ist daher nicht mehr in der Lage seine Verbindlichkeiten zu befriedigen. Es ist somit Zahlungsunfähigkeit eingetreten.
Im Ausgleichsverfahren wurden Konkursforderungen in der Höhe von EUR 20,495.598,46 angemeldet, und EUR 19,441.009,49 anerkannt.
Im Konkursverfahren wird daher das Verwertungsverfahren abgewickelt werden. Sämtliche, der Gesellschaft noch verbliebene Assets sind durch Pfandrechte überbelastet oder stehen im Fremdeigentum. Es ist daher von einer Vermögenslosigkeit der Gesellschaft auszugehen.
Dennoch ist seitens der Geschäftsführung geplant, einen Zwangsausgleich einzubringen, wobei die Quote von dritter Seite aufgebracht werden soll. Dies soll vom Masseverwalter geprüft werden.
Hinzuweisen ist, dass die unbesicherten Gläubiger somit in Summe quotenmäßig so gestellt werden, wie dies aufgrund der am 01.07.2010 in Kraft tretenden Insolvenzrechtsnovelle - in einem das Ausgleichsverfahren ersetzendem Sanierungsquoten (Quote 30 %) - zu gewärtigen hätten.
Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, Sie in diesem Fall zu vertreten.
Rückfragen
Mag. Alfred Woschitz
Leiter Insolvenz Graz
Telefon 050 1870-2023, e-Mail: Alfred.Woschitz@ksv.at
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