Weltverlag AG

17.09.2010 Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am LG Salzburg eröffnet

Am 17.9.2010 wurde über das Vermögen der

Weltverlag AG
5431 Kuchl, Georgenberg 110

das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht Salzburg über Eigenantrag eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens: Aufbau eines internetbasierten Vertriebssystems für Software und Verlagsprodukte. Dieses Affiliate-System sollte dadurch gekennzeichnet sein, dass es mehrstufig sein sollte. Zu diesem Zweck sollte eine Marketingsoftware entwickelt werden, die in Lizenz weitergegeben werden sollte. Die Geschäftsidee ist auch unter www.weltverlag.com näher beschrieben.

Betroffene Gläubiger: 670

Dienstnehmer: Ein Mitarbeiter neben dem Vorstand

Höhe der Aktiva: rd. EUR 97.400,--

Höhe der Passiva: rd. EUR 420.300,--

Sanierungsplanantrag: 30 %ige Quote, zahlbar in 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.

Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben): Der Aufbau dieses Vertriebssystems ist nicht so erfolgt, wie sich der Vorstand und die Aktionärin dies vorgestellt haben. Dies ist auch an der schleppenden Entwicklung der dafür notwendigen Software gelegen, in welche EUR 70.000,-- investiert wurden. Die Gesamtinvestitionen in den Aufbau des Unternehmens haben rd. EUR 1 Mio. betragen, welche vor allem mit von Schwestergesellschaften zur Verfügung gestellten Darlehen finanziert wurden. Nachrangigkeitserklärungen liegen hier vor. Seit Firmengründung im Mai 2008 hat das Unternehmen nur Verluste erzielt. Infolge Verbrauchs der zur Verfügung stehenden liquiden Mittel, ohne dass eine rasche Änderung der bestehende Probleme mit der bis zuletzt nicht fehlerfrei funktionierenden Software absehbar wären, sieht sich die Gesellschaft veranlasst, drastische Restrukturierungsmaßnahmen zu ergreifen.

Das Sanierungskonzept baut daher im Wesentlichen darauf auf:
• Drastische Senkung der Fixkosten
• Nützung der vorhandenen Infrastruktur der Schwestergesellschaft um ein deutlich geringeres Entgelt
• Internet-Shop-System soll so vereinfacht werden, dass es dann auch tatsächlich funktioniert. Die Marge soll höher sein, weil keine Provisionen an Vertriebsmitarbeiter mehr bezahlt werden müssen.
Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten.

Rückfragen
Elisabeth Eppich
Referentin Insolvenz Salzburg
Telefon 050 1870-5023, e-Mail: eppich.elisabeth@ksv.at

Salzburg, 17.9.2010

 


Zurück zur Übersicht