RF-IT Solutions GmbH und der Beta IT-Solutions GmbH, 8020 Graz
über das Vermögen der
RF-IT Solutions GmbH und der Beta IT-Solutions GmbH
8020 Graz, Hans-Resel-Gasse 17a
Zum Insolvenzverwalter für beide Gesellschaften wurde Herr Mag. Stefan Weileder, Rechtsanwalt in 8010 Graz, Marburger Kai 47, bestellt.
I) RF-IT Solutions GmbH
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Alexander Gauby Sabine Sill
Gesellschafter : Die Gesellschafteranteile werden von insgesamt 13 Gesellschaftern gehalten.
II) BETA IT-Solutions GmbH
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Alexander Gauby
Gesellschafter : Die Gesellschafteranteile werden von insgesamt 16 Gesellschaftern gehalten.
Die Gesellschaften bilden eine wirtschaftliche Einheit!
Unternehmensgegenstand:
IT-Dienstleistungen im Bereich der RFID (Radio Frequency Identification).
Dienstnehmer: 28
Gläubiger ca.: ca. 60
Aktiva lt. Schuldnerin: rd. EUR 4,5 Mio.
Passiva lt. Schuldnerin: rd. EUR 5,8 Mio.
Die Buchhaltungen beider Gesellschaften wurden zwischenzeitig verschmolzen.
Die Schuldnerin führt in ihrem Antrag die Insolvenz auf folgende Ursachen zurück: Das Unternehmen kam durch die verzögerte Marktentwicklung der RFID Applikationen, verbunden mit dem, durch die Wirtschaftskrise, hervorgerufenen Investitionsverhalten der potentiellen Kunden, nicht in die Gewinnzone. Die Liquidität wurde, trotz Kapitalerhöhung der Investoren, zunehmend angespannt. Auch eine Bereinigung der Gesellschaftsstruktur brachte nicht den erhofften Erfolg.
Weitere verfahrensrelevante Daten:
Die Gesellschaft ist aus einem Management Buyout des Geschäftsbereiches „RFID Software and Solutions" der Infineon AG hervorgegangen und seither auf dem Gebiet der RFID-Software und Dienstleistungen tätig.
Das Unternehmen verbindet mit ganzheitlichen Kommunikationslösungen die Geschäftsprozesse und die bestehende IT Infrastruktur verschiedenster Branchen, wie Bekleidung, Lebensmittel oder Automotive, mit der RFID-Technologie.
Kundenaufträge waren von Anfang an vorhanden. Die Investitionen in die Entwicklung der Software sowie in den Marktaufbau machten eine darüber hinausgehende Finanzierung über Venture Capital und öffentliche Förderungen notwendig. Das Kapital wurde durch österreichische und französische Investoren und auch öffentliche Förderungen aufgebracht.
Die Geschäftsführer sehen keine Möglichkeit, das Unternehmen ohne Partner zu sanieren und es ist von einer insolvenzrechtlichen Überschuldung und auch einer negativen Fortführungsprognose in der „Stand alone" Variante einerseits sowie von einer Zahlungsunfähigkeit auszugehen.
Eine Unternehmensfortführung ist nicht beabsichtigt.
Der Insolvenzverwalter wird die Angaben der Schuldnerinnen überprüfen und entsprechende Dispositionen treffen.
Diese Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden. Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten.
Rückfragen
René Jonke
Leiter Niederlassung Steiermark
Telefon 050 1870-2012, e-mail: rene.jonke@ksv.at
Mag. Alfred Woschitz
Leiter Insolvenz Graz
Telefon 050 1870-2023, e-mail: alfred.woschitz@ksv.at
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