Thurner Beugl Gesellschaft m. b. H., 7453 Steinberg-Dörfl
Thurner Beugl Gesellschaft m. b. H. insolvent!
Die im Betreff genannte Thurner Beugl Gesellschaft m. b. H. in 7453 Steinberg-Dörfl, Untere Hauptstraße 94, musste wegen bestehender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung den Weg zum Insolvenzgericht antreten.
Das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde mit Edikt vom heutigen Tage eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Mag. Michael Wagner in 7100 Neusiedl am See bestellt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung wurde für den 14.11.2011, 10:50 Uhr, Saal 11 anberaumt. Die Anmeldefrist endet am 31.10.2011.
Hinsichtlich der Ursachen für den Vermögensverfall wurde schuldnerseits dargelegt, dass bis vor einem Jahr ständig 178 Dienstnehmer und zusätzlich Leiharbeitskräfte zum Spitzenausgleich beschäftigt waren, und sollten sämtliche Leiharbeitskräfte vom Personalleasingunternehmen aufgrund vertraglicher Grundlagen ordnungsgemäß angemeldet sein. Im Zuge einer Überprüfung der Gebietskrankenkasse soll sich jedoch das Gegenteil herausgestellt haben, und wurde man mit großen Nachzahlungen seitens der Sozialversicherungsträger und des Finanzamtes belastet. Man hat daher versucht, die entstehenden Liquiditätsengpässe mit Eigen- bzw. Fremdkapital zu überwinden, wobei auch auf Eigenpersonal umgestellt wurde. Die Gesundung des Unternehmens konnte jedoch nicht hergestellt werden, sodass man den Schritt zum Insolvenzgericht antreten musste. Soweit die Ausführungen der Schuldnerin, welche noch einer Überprüfung zu unterziehen sind.
Hinsichtlich der Vermögenssituation ist schuldnerseits dargestellt, dass einem Ak-tivvermögen in Höhe von rund EUR 3,5 Mio. Passiven über rund EUR 8 Mio. ge-genüberstehen, sodass bestenfalls eine rechnerische Deckungsquote von rund 6 % unter Berücksichtigung von Ab- und Aussonderungsrechten gegeben ist.
Die Schuldnerin bietet ihren Gläubigern im Zuge des Sanierungsverfahrens eine Quote von 20 %, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Vorschlages.
Dazu unser Insolvenzexperte Michael Schütz:
„Seitens des Insolvenzverwalters wird nunmehr zu überprüfen sein, ob das Unternehmen unter seiner Aufsicht fortgeführt werden kann, und ob die Sanierungsbestrebungen der Schuldnerin realistisch sind."
Laut Schuldnerangaben ist man bereits vor Insolvenzeröffnung an strategische Partner he-rangetreten, um mit diesen in Zukunft eine gesunde, finanzielle Basis für das Unternehmen herzustellen.
Die Forderungen der Gläubiger können bis 31.10.2011 über den KSV1870 geltend gemacht werden.
Rückfragen
Michael Schütz
KSV1870-Insolvenzreferent
Telefon 050 1870-8431, e-Mail: schuetz.michael@ksv.at
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