I.Q. Möbel aus Persenbeug insolvent: Schulden EUR 1,9 Mio. - 107 Gläubiger betroffen
Das Landesgericht St. Pölten hat heute das Konkursverfahren über das Vermögen der I.Q. Möbel GmbH & Co KG und deren unbeschränkt haftender Gesellschafterin I. Q. Möbel GmbH, beide in 3680 Persenbeug-Gottsdorf, Industriestraße 2, eröffnet. Die Kokurse wurden jeweils über Eigenantrag der insolventen Gesellschaften eröffnet.Als Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft fungiert Franz Sonnleitner, der bei der KG auch als Kommanditist eingetragen ist.
Zum Masseverwalter wurde in beiden Verfahren Dr. Franz Hofbauer, Rechtsanwalt, in Ybbs, bestellt.
Gläubigerforderungen können bis zum 17.01.2012 über den KSV1870 angemeldet werden.
Die Berichts- und Prüfungstagsatzung wird in beiden Verfahren am 07.02.2012 stattfinden.
Unternehmensgegenstand ist die Produktion und der Vertrieb von Wohn- und Schlafzim-mermöbeln. Im Unternehmen sind 75 Dienstnehmer beschäftigt. Die GmbH übt lediglich Geschäftsführungs- und Komplementärsfunktion bei der KG aus und beschäftigt selbst keine Mitarbeiter.
Als Hauptinsolvenzursache wird vom Unternehmen selbst der Umstand angegeben, dass die Möbelbranche schon seit geraumer Zeit mit massiven Problemen zu kämpfen hatte und alleine im Zeitraum März bis Oktober 2011 aufgrund eines massiven Umsatzeinbruchs ein Verlust von EUR 430.000,-- erwirtschaftet wurde.
Der Schuldenstand beläuft sich nach Schuldnerangaben auf ca. EUR 1,9 Mio. Von der Insol-venz sind 107 Gläubiger betroffen.
Es ist nunmehr geplant, das Unternehmen im Hinblick auf bestehende Verpflichtungen ge-genüber Großkunden fortzuführen und sodann den lebenden Betrieb zu veräußern. Dass auch der Abschluss eines Sanierungsplans beabsichtigt wäre, geht aus dem Konkursantrag nicht hervor.
Ob der angestrebte, vorübergehende Fortbetrieb ohne weitere Schädigung der Gläubiger möglich ist, wird der Masseverwalter nunmehr kurzfristig zu beurteilen haben.
Rückfragen
Dr. Alexander Klikovits
Leiter KSV1870 Unternehmensinsolvenz NÖ/Bgld
Telefon 050 1870-8336, e-Mail: klikovits.alexander@ksv.at
Wien, 06.12.2011
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