Bioenergie Burgenland Service GmbH, 7000 Eisenstadt

27.01.2012 Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim LG Eisenstadt beantragt - 13 Dienstnehmer betroffen

Die Bioenergie Burgenland Service GmbH in 7000 Eisenstadt, Esterhazyplatz 7, musste ihre Zahlungsunfähigkeit eingestehen und sah sich daher gezwungen, beim Landesgericht Eisenstadt die Eröffnung des Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung über das eigene Vermögen zu beantragen. Das Verfahren ist offiziell noch nicht eröffnet.

Die Bioenergie Burgenland Service GmbH ist seit dem 13.07.1998 im Firmenbuch Eisenstadt unter FN 168065f protokolliert und beschäftigt derzeit 13 Dienstnehmer.

Unternehmensgegenstand bildet die Betreibung von 3 Biomasseanlagen in Eisenstadt, Siegendorf und Rechnitz mit einer Leistung von je 1 MW auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Als Geschäftsführer sind Franz Schwenninger und Mag. (FH) Markus Kratzer eingetragen. Als Gesellschafter scheinen die BEGAS Energie AG, die Bauernenergie Holding GmbH und die F.E. Familien-Privatstiftung Eisenstadt auf. Das Stammkapital beträgt EUR 186.275 und ist zur Gänze einbezahlt.

Lt. Schuldnerangaben führt das Unternehmen die Insolvenz auf Liquiditätsprobleme zurück. Das Fremdkapital konnte nicht reduziert und auch Eigenkapitalmaßnahmen konnten nicht erfolgreich umgesetzt werden. Schlussendlich mussten die Konsequenzen in Form des vorliegenden Antrages auf Eröffnung des Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gezogen werden.

Zum vorgelegten Status führt die Schuldnerfirma aus, dass - insbesondere aufgrund von Baukosten- und Investitionszuschüssen - eine rechnerische Überschuldung nicht gegeben ist, dennoch werden im Status im Falle der Fortführung Aktiva in Höhe von rd. EUR 6,8 Mio. (bei Wegfall der Hypothek) und Passiva in Höhe von rd. EUR 30 Mio. angegeben. Im Falle der Zerschlagung des Unternehmens würden Aktiva in Höhe von EUR 3 Mio. (bei Wegfall der Hypo-thek) sowie Passiva in Höhe von EUR 39 Mio. bestehen.

"Es werden jedoch seitens des noch zu bestellenden Insolvenzverwalters im nunmehr zu eröffnenden Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung diese Angaben auf ihre Werthaltigkeit hin zu überprüfen sein", so Insolvenzexpertin Brigitte Dostal.

Die Schuldnerfirma bietet allen unbesicherten Insolvenzgläubigern eine Quote von 20%, zahlbar binnen 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes. Dieses Anbot wird vom KSV1870 vorerst als reines Formalanbot gewertet, das den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht. Erst im Zuge der weiteren Überprüfungen des Falles wird sich zeigen, zu welchen Konditionen der KSV1870 den Gläubigern die Annahme eines Sanierungsplanes empfehlen kann.

Wir laden die rd. 78 betroffenen Gläubiger ein, ihre Forderungen über den KSV1870 anzumelden.

Rückfragen
Brigitte Dostal
KSV1870-Insolvenzreferentin
Telefon 050 1870-8416 e-Mail: dostal.brigitte@ksv.at


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