Von 1870 bis heute - die Geschichte des KSV1870.

1870
Als erste europäische Organisation dieser Art wird mit 12.02.1870 der "Creditorenverein zum Schutz der Forderungen bei Insolvenzen" registriert und in der Gründungssitzung vom 10. April 1870 in der Gonzagagasse 12 bzw. Schottenring 32 in Wien aus der Taufe gehoben.

1875
Unter dem Titel "Mitteilungen des Creditorenvereins" erscheint wöchentlich eine Zeitung, die die aktuellen Insolvenzen auflistet.

1890
Der Verein übersiedelt in das Gebäude Zelinkagasse 10 in Wien.

1913
Im Gläubigerschutz beginnt eine neue Ära. Neben großen Umstrukturierungen im Verband kommen Inkasso und Auskunft als ergänzende Elemente hinzu.

1917
Mit geänderten Statuten kommt es auch zur Namensänderung. Als "Creditorenverein von 1870, Schutzgemeinschaft für Handel und Industrie" wird auch dem Vereinsziel des prophylaktischen Gläubigerschutzes entsprochen.

1925
Das Bundeskanzleramt erteilt dem Creditorenverein am 20. Februar als "gut geleiteten, seriösen, nützlichen Verband" die Bevorrechtung.

1932
Bürgerkrieg erschüttert die junge Republik. Dieses Jahr hält den traurigen Rekord an Konkursen und Ausgleichen. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland wird der Verein zum "Donauländischer Kreditschutzverband".

1941
Nach dem Zusammenschluss mit dem Nordböhmischen Kreditorenverein erhält der Verband seinen bis heute gültigen Namen "Kreditschutzverband von 1870".

1945
Beibehalten wird lediglich der Name. Die 1938 aufgezwungenen Statuten werden für nichtig erklärt, und die ursprünglichen wieder in Kraft gesetzt. Mit nur 19 Mitarbeitern werden 543 Mitglieder betreut.

1955
Beschluss zur internationalen Zusammenarbeit mit der "Textilcredit" in Brüssel, der auch maßgebliche skandinavische Organisationen angehören.

1964
Mit dem Konjunkturaufschwung kann der Verband einen neuen Mitgliederrekordstand von 4.481 verzeichnen. Es werden der Kleinkreditkataster, die heutige KleinKreditEvidenz, und die Evidenzstelle der Großkredite geschaffen.

1970
Der Kreditschutzverband von 1870 ab dem Jahr seines 100jährigen Bestehens in Würdigung seiner Verdienste das österreichische Staatswappen in seinem Geschäftsverkehr führen.

1980
Zu seinem 110-jährigen Bestehen zählt der Kreditschutzverband über 11.000 Mitglieder und beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiter. Neue Aufgabenschwerpunkte liegen in der Betriebssanierung auf außergerichtlichem Weg, Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität und Mitabeit an Reformen der einschlägigen Gesetzgebung.

1989
Im Kreditschutzverband bricht die Computer-Ära an. Es entsteht eine umfassende Wirtschaftsdatenbank, die allen in- und ausländischen Kunden des Vereins online zur Verfügung steht.

1990
Nach der Liberalisierung Osteuropas gründet der Kreditschutzverband in Zusammenarbeit mit der französischen Kreditversicherung Coface die Intercredit Information Holding AG (jetzt Coface Central Europe Holding AG). Es folgen Tochtergründungen in nahezu allen Ländern in Zentral- und Osteuropa.

1997
Mit der WarenKreditEvidenz wird eine Datenbank an den Markt gebracht, die vor allem die Versand- und Telekommunikationsunternehmen beim Austausch von Negativdaten unterstützt.

1999
Nun können auch Privatpersonen über www.ksv.at Informationen erhalten. Mit dem Service InkassoWatch wird es für Gläubigerfirmen erstmals möglich, online den aktuellen Stand der Fallbetreibung zu sehen.

2003
www.myksv.at – das neue Portal mit strukturierten Informationsprodukten und benutzerzentrierten Funktionalitäten stellt erneut die Innovationskraft des Kreditschutzverband von 1870 unter Beweis.

2005
Nach über 100 Jahren in der Zelinkagasse startet der Kreditschutzverband in eine neue Unternehmensära und verlegt seine Zentrale in das moderne Euro Plaza Areal im 12. Wiener Bezirk. Zeitgleich verpasst sich der Kreditschutzverband ein neues Logo und nimmt mit 050 1870 eine österreichweit einheitliche Telefonnummer in Betrieb.

2008
Die Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft erfordern eine gesellschaftsrechtliche Neustrukturierung des KSV1870; es wurde mit der KSV1870 Holding AG eine zentrale Kapitalgesellschaft gegründet, die zu 100% im Eigentum des im Jahr 1870 gegründeten Vereins steht. Diese gründete 2 operative Kapitalgesellschaften: die KSV1870 Information GmbH und die KSV1870 Forderungsmanagement GmbH. Diese organisatorische Ausgliederung wird die KSV1870 Gruppe im Wettbewerb um Marktanteile und bei der Kundenbetreuung flexibler sein lassen. Tätigkeiten im Bereich Insolvenz und Kleinkreditevidenz verbleiben im Verein.

2010
Internationalisierung erfordert auch, den Gläubigerschutzgedanken über die Grenzen Österreichs hinaus zu tragen. Durch die Einrichtung eines Joint Ventures in Deutschland legt der KSV1870 den Grundstein dafür. Die neu gegründete GSV Service GmbH wird in Zusammenarbeit mit der Gläubigerschutzvereinigung Deutschland e. V. den Gläubigern nach dem Vorbild des KSV1870 zu mehr Rechten und besseren Quoten verhelfen.