Insolvenz: ARULA GmbH

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Letztes Update: 29.06.2020 |

Basisdaten

  • 70% Herstellung von Wäsche
    30% Veredlung von Textilien und Bekleidung
  • Betriebsgegenstand bilden Stoffproduktion und -veredelung.
  • 2011
  • FN 361663 h
  • ATU 66369967
  • 10825975
  • 31.12.2018

Presseinformation

Update 18.06.2020

Ergebnisse der ersten Gläubigerversammlung vom 18.06.2020 > weiterführende Informationen


Wie bereits in den Medien berichtet wurde, stellte die Huber Gruppe für vier (von gesamt acht) Gesellschaften einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens. Diese Anträge wurden vom LG Feldkirch geprüft und per 29.05.2020 wurde über folgende Gesellschaften:

1. Huber Tricot Gesellschaft mbH., 6840 Götzis (weiterführende Informationen)

  • rund € 2,3 Mio., über 240 Gläubiger, derzeit 109 Mitarbeiter beschäftigt;
  • Betrieben wird die Konfektionierung, der Fremdzukauf und Vertrieb von Unterwäsche.
  • Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Andreas Droop aus Bregenz bestellt.

2. HUBER-SHOP GmbH, 6840 Götzis (weiterführende Informationen)

  • rund € 2,5 Mio., über 230 Gläubiger, derzeit 272 Mitarbeiter beschäftigt;
  • Betrieben wird der Einzelhandel mit Wäschewaren für Damen, Herren und Kinder. Das Unternehmen zählt mit 63 Filialen zu den größten österreichischen Wäschefilialisten. Neben den Eigenmarken Skiny, Huber und Hanro werden auch führende internationale Top-Marken wie Chantelle, Passionata und Falke verkauft.
  • Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt MMag.Dr. Tobias Gisinger aus Dornbirn bestellt.

3. ARULA GmbH, 6840 Götzis

  • rund € 3,9 Mio., über 80 Gläubiger, derzeit 123 Mitarbeiter beschäftigt;
  • Betriebsgegenstand bilden Stoffproduktion und –veredelung.
  • Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Lukas Pfefferkorn aus Dornbirn bestellt.

4. Huber Holding AG, 6840 Götzis (weiterführende Informationen)

  • rund € 8,8 Mio., über 35 Gläubiger, derzeit 41 Mitarbeiter beschäftigt;
  • Verwaltung von Beteiligungen;
  • Zur Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Dr. Eva Müller aus Frastanz bestellt.

ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht Feldkirch eröffnet.

Ab sofort können Gläubigerforderungen bis zum 23.Juli 2020 (gerichtliche Anmeldefrist) über den KSV1870 angemeldet werden. Mail: ins.feldkirch@ksv.at

Insolvenzursache und weitere Details:  
Die 2-monatige Schließung der Filialen der Huber-Gruppe infolge der COVID-19-bedingten Maßnahmen sowie der in nächster Zukunft damit in Zusammenhang stehenden, gedämpften Umsatzerwartungen führen dazu, dass die Antragstellerin ihren Betrieb in der derzeitigen Form mittelfristig ohne die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen nicht fortführen kann. Die massiven Umsatzausfälle und die Gesamtsituation der Huber-Gruppe haben zu einer akuten Liquiditätskrise geführt, welche sich ohne Restrukturierungsmaßnahmen in den nächsten Monaten aus eigener Kraft nicht beheben lässt. Allein in den Monaten März bis Mai kam es durch die COVID-19-bedingten Maßnahmen zu einem Umsatzverlust von zumindest € 15 Mio. in der Huber-Gruppe.

Die oben genannten Gesellschaften haben den Gläubigern bereits einen Sanierungsplanvorschlag unterbreitet. Demnach beabsichtigt jede Gesellschaft eine Quote in Höhe von 30 Prozent, zahlbar in 2 Jahren, an die Gläubiger zu leisten. Dabei handelt es sich um das gesetzlich normierte Mindestangebot an die Gläubiger. Der KSV1870 wird prüfen, ob die Sanierungsplanvorschläge angemessen und finanzierbar sind.

Die Berichts- und Gläubigerversammlung  wurde für alle Gesellschaften mit 18.06.2020 vom Gericht festgelegt. Die allgemeine Prüfungstagsatzung findet am 06.08.2020 statt und die Verhandlung zur Abstimmung über einen Sanierungsplanvorschlag wird am 27.08.2020 stattfinden.

Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.

Feldkirch, 29.05.2020

Rückfragen:
Regina Nesensohn
Leiterin Standort Feldkirch
Telefon 050 1870-7043, Mobil 0664/8489398
e-Mail: nesensohn.regina@ksv.at

 

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