Insolvenz: ASB Graz gemeinnützige Rettung und Soziale Dienste GmbH

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Letztes Update: 10.06.2021 |

Basisdaten

  • 40% Altenheime; Alten- und Behindertenwohnheime
    30% Krankentransporte und Rettungsdienste
    20% Soziale Betreuung älterer Menschen und Behinderter
    10% Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
  • Betrieben werden Pflegedienste für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie die Führung der angeführten Seniorenkompetenzzentren sowie ein Rettungsdienst.
  • 2005
  • FN 267104 a
  • ATU62227307
  • 7258305
  • 31.12.2019

Presseinformation

Gegenstand des Unternehmens
Betrieben werden Pflegedienste (Rettungsdienst/Krankentransport) für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Führung der angeführten 8 Seniorenkompetenzzentren (SKZ), welche sind:

- Seniorenkompetenzzentrum Lärchenhof, Kirchenviertel 95, 8673 Kirchenviertel
- Seniorenkompetenzzentrum Fichtenhof, Schulstraße 10, 8662 St. Barbara im Mürztal
- Seniorenkompetenzzentrum Tannenhof, Festwiesenweg 1, 8642 St. Lorenzen im Mürztal (derzeit geschlossen – Renovierungsarbeiten laufend)
- Seniorenkompetenzzentrum Zirbenhof, Schaldorferstraße 6, 8641 Schaldorf
- Seniorenkompetenzzentrum Ahornhof, Kaiser-Franz-Josef-Straße 10, 
8344 Bad Gleichenberg
- Seniorenkompetenzzentrum Weidhofen, Steindorf 6, 8862 Stadl-Predlitz
- Seniorenkompetenzzentrum Lindenhof, Kniezenberg 6a, 8562 Mooskirchen
- Seniorenkompetenzzentrum Erlenhof, Bärneckerfelder 18, 8132 Pernegg a. d. Mur

Geschäftsführer: Peter Scherling

Gesellschafter: 
„Arbeiter-Samariter Bund Österreichs, Gruppe Graz“
(Bundespolizeidirektion Graz, Vereinsreferat VR-4444-2004)            (100 %)

Betroffene Dienstnehmer: ca. 311

Betroffene Gläubiger: ca. 80

Passiva: rd. EUR  4,5 Mio.

Aktiva: rd. EUR  2,3 Mio.

Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben): 
Das schuldnerische Unternehmen betreibt in der Steiermark 8 Pflege- und Altenbetreuungseinrichtungen mit insgesamt 464 Betten. Mit dem Land Steiermark wurden Zuzahlungsverträge abgeschlossen. Zusätzlich ist die Schuldnerin im Rettungs- und Krankentransportdienst tätig. Im Jahre 2020 wurden zum Beispiel knapp 26.500 Hilfseinsätze gefahren.   

Aufgrund der Tatsache, dass die Antragstellerin bislang vom Land Steiermark nicht als Rettungsdienst im Sinne des Steiermärkischen Rettungsgesetzes anerkannt wurde, konnte der Unternehmensteilbereich Rettungsdienst nur durch Quersubventionierungen aus dem Betrieb der Pflegeeinrichtungen aufrechterhalten werden.

Im Geschäftsjahr 2019 konnte noch ein Gewinn von ca. EUR 176.000,00 erwirtschaftet werden – dies unter Auflösung von Rücklagen. Im Jahr 2020 kam es durch die Covid-19 Pandemie jedoch zu enormen Herausforderungen. Anfänglich konnten in den Pflegeeinrichtungen Infektionen verhindert werden, ab Herbst 2020 kam es aber zu einem Ansteigen der Pandemiefolgen. Folge waren einerseits steigende Personalkosten, andererseits ist es schwierig am Markt ausreichend qualifiziertes Personal zu bekommen. Ohne qualifiziertes Personal lassen sich die erforderlichen Tätigkeiten nur schwer umsetzen.

Die Belegung der Pflegeeinrichtungen sank von durchschnittlich 95 % auf lediglich 65 %, dies ist nicht alleine auf Corona zurückzuführen. Diverse Berichterstattungen führten dazu, dass Nachbesetzungen von Bewohnern ausblieben. Schlussendlich waren rückgängige Einnahmen verbunden mit einer Verminderung der Spendentätigkeit sowie dem reduzierten Bedarf an Krankentransporten finanziell nicht mehr verkraftbar.
Investorengespräche scheiterten und war die Insolvenzantragstellung unausweichlich.

Weitere verfahrensrelevante Daten:
Die schuldnerische Gesellschaft wurde mit 10.01.2006 im Firmenbuch eingetragen

Eine längerfristige Fortführung des gesamten schuldnerischen Unternehmens erscheint nicht sinnvoll bzw. finanzierbar.
Der Teilbereich „Rettungsdienst“ wird sofort zu schließen sein.
Die Standorte der Pflegeeinrichtungen sollen nach Möglichkeit an Interessenten übergeben werden damit für die zu Verpflegenden keine nachteiligen Auswirkungen entstehen.
Der Insolvenzverwalter wird diese Aufgaben zu koordinieren haben und prüfen, ob eine Fortführung ohne weiteren Ausfall für die Gläubiger möglich ist. 

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