Insolvenz: ATB Spielberg GmbH

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Letztes Update: 21.09.2020 |

Basisdaten

  • 1528073
  • Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung
  • 176755A
  • Schuldner
  • LG-Leoben
  • 18S25/20g
  • 19.08.2020; 12:10; 1.Stock/Saal G
  • 1. Gläubigerversammlung und Berichtstagsatzung
  • 07.10.2020; 12:00; 1.Stock/Saal G
  • Allgemeine Prüfungstagsatzung
  • 21.10.2020; 12:00; 1.Stock/Saal G
  • Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • Dr. Gernot Prattes Rechtsanwalt - Hauptplatz 23, 8600 Bruck Mur
  • 100% Herstellung von Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren
  • Betrieben werden Entwicklung, Erzeugung und der Vertrieb von Motoren, Antriebssystemen und elektronischen Steuerungen und Regelungen. Diese werden in der Industrie und im Konsumgüterbereich eingesetzt. Damit zählt das Unternehmen zu den führenden Motorenherstellern in Europa. Die Gesellschaft gehört im Konzern zum Geschäftsbereich Industriemotoren.
  • 1983
  • FN 287230 y
  • ATU 63432002
  • 7822120
  • 31.12.2018
  • ATB Motorenwerke GmbH

Presseinformation

•    Gegenstand des Unternehmens
Entwicklung, Erzeugung und der Vertrieb von Motoren, Antriebssystemen und elektronischen Steuerungen und Regelungen.    

•    Geschäftsführer:
Dr. Wolfgang Pflüger
Xinyuan Wang-Schwantz

•    Gesellschafter: ATB Austria Antriebstechnik Aktiengesellschaft        (100 %)

•    Betroffene Dienstnehmer: rd. 400 
•    Betroffene Gläubiger: rd. 800

•    Passiva: rd.  EUR  43 Mio. (Liquidationswerte)    
•    Aktiva: rd.  EUR 6 Mio. (Liquidationswerte)

Sanierungsplanvorschlag:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 30%, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.

Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):  
Seit der Gründung im Jahr 2006 hat sich die Antragstellerin stark auf die Bearbeitung ihres Kernmarktes , die Produktion und Entwicklung von kundenspezifischen Spezialmotoren, konzentriert. Durch die Insolvenz der A-TEC im Jahr 2010 geriet die ATB Gruppe, welche zu diesem Zeitpunkt eine der vier Dimensionen des A-TEC Mischkonzerns repräsentierte in einen „Schwebezustand“, bis zum Erwerb der Anteile an der ATB Gruppe aus der Insolvenz der A-TEC durch die chinesische Wolong Gruppe im Jahre 2011. Spielberg wurde als Produktionsstätte aufrechterhalten.
Es kam jedoch bereits in den letzten Jahren zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses, Gründe waren der steigende Kostendruck, dem die Antragstellerin ausgesetzt war. Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer Straffung der operativen Kosten, die Ertragslage wurde jedoch nicht nachhaltig stabilisiert. Auch der Mitbewerb lagerte die Produktion zunehmend in Länder aus, welche günstiger produzieren können. Die Produktion wird zudem immer spezialisierter, dies durch individuellere Kundenwünsche. Auch die Auswirkungen der Covid-19 Maßnahmen wirke sich auf die Antragstellerin negativ aus. Ohne weitere Gesellschafterzuschüsse würde sich in den nächsten Jahren kein Turnaround bewerkstelligen lassen. Im Rahmen der derzeitigen Situation kann die nachhaltige Aufrechterhaltung  der Zahlungsfähigkeit im Rahmen der momentanen Geschäftstätigkeit nicht gewährleistet werden. Es können keine ausreichenden liquiden Mittel mehr gesellschafterseitig zur Verfügung gestellt werden.

Weitere verfahrensrelevante Daten:
Das schuldnerische Unternehmen wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 19.12.2006 errichtet und steht seit 2012 im Interessensbereich der chinesischen WOLONG-Gruppe.

Die Antragstellerin ATB Motorenwerke GmbH gibt an, am Standort Spielberg einer der führenden europäischen Hersteller von Elektromotoren und elektrischer Antriebstechnik im Bereich der Industriemotoren zu sein. 
Das umfassende Produktportfolio reicht von standardisierten Industriemotoren über kundenspezifische Spezialmotoren bis zu Haus- & Gartenanwendungen, auf Kundenwünsche kann individuell eingegangen werden.

Der Standort Spielberg soll erhalten bleiben (der Bereich Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Kundenservice soll als konzernweites Kompetenzzentrum erhalten und aufgebaut werden). 
Dazu soll gesellschafterseitig das notwendige Kapital zur Finanzierung der Fortführung und der Restrukturierungsmaßnahmen bereitgestellt werden. Die hausinterne Produktion am Standort soll dabei stillgelegt werden.
Der Fokus soll künftig auf die Kernbereiche Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Service gelegt werden. Der Produktionsbereich soll eine Schließung bzw. umfangreiche Einschränkung der Produktionsbereiche erfahren.

Die Finanzierung des Sanierungsplanes soll einerseits durch Verwertung der nicht mehr benötigten Assets erfolgen, andererseits aus der Unternehmensfortführung erwirtschaftet werden.

Der bestellte Sanierungsverwalter wird zu prüfen haben, ob eine Fortführung ohne weiteren Ausfall für die Gläubiger möglich ist bzw. die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen zu überwachen/durchzuführen haben.

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