ALPINE BAU GmbH: Gläubiger erhalten weitere Quote von 5%

Vor rund 5 Jahren wurde mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Alpine Bau GmbH am Handelsgericht Wien das bislang größte Insolvenzverfahren seit Bestehen der zweiten Republik eingeleitet.
 
Nachdem der Insolvenzverwalter entgegen den Befürchtungen zu Beginn des Insolvenzverfahrens bereits im Sommer 2016 eine erste Quote von 5% an die Gläubiger verteilen konnte, ist es aufgrund erfolgreicher Verwertungshandlungen des Insolvenzverwalters möglich, in den nächsten Wochen an die betroffenen Gläubiger eine weitere Quote von 5% zu verteilen.
 
Aus heutiger Sicht werden die Gläubiger bei Abschluss des Verfahrens noch eine Schlussquote von bis zu rd. 3% erhalten. Nach KSV1870 Einschätzung wird daher die für die Gläubiger zu erzielende Gesamtquote in einem Bereich von insgesamt  rd. 13% liegen.
 
Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass im Hinblick auf die rd. 14.900 Forderungsanmeldungen letztlich Forderungen in einer Größenordnung von rd. EUR 1,8 Mrd. bei der Verteilung der Quote zu berücksichtigen sein werden.
 
Der Verwertungsprozess ist zwar weitgehend als abgeschlossen zu qualifizieren, insbesondere anhängige Gerichtsprozesse - vor allem gegen die spanische Mutter FCC - lassen jedoch noch eine längere Verfahrensdauer erwarten.
 
Die einzelnen Inhaber der Alpine - Anleihen sind von der Zwischenverteilung im Verfahren der Alpine Bau nicht direkt betroffen. Dies deshalb, da über die Emittentin (die Alpine Holding GmbH) ein eigenes Insolvenzverfahren anhängig ist.
Ob im Verfahren der Alpine Holding GmbH überhaupt eine Quotenzahlung an die Anleihegläubiger erfolgen wird, ist heute äußerst fraglich und hängt ausschließlich davon ab, ob in den dort geführten Prozessen obsiegt werden wird oder nicht.
 
 
22.05.2018