CORDIAL: Sanierung ist geglückt!

Linz, 19.04.2018

Die Gläubiger der CORDIAL Ferienclub Aktiengesellschaft haben in der heutigen Verhandlung am Landesgericht Linz über den eingebrachten Sanierungsplan beraten und abgestimmt. Die Schuldnerseite hat nach zuvor geführten intensiven Verhandlungen mit dem KSV1870 die angebotene Quote auf 54 % erhöht.
Der Sanierungsplan wurde mit großen Mehrheiten angenommen.

 
Rund 7.000 Gläubigerforderungen in Höhe von rund 35,5 Millionen Euro wurden zum Sanierungsverfahren angemeldet. Der KSV1870 vertritt 3.390 Clubmitglieder im Verfahren.

Die CORDIAL Ferienclub Aktiengesellschaft hat schon seit Jahren Verluste erwirtschaftet. In den Jahren 2000/2001 kam es zu einem starken Rückgang beim Verkauf der Beherbergungsverträge. Die Auslastung der Hotels mit den Clubmitgliedern ist auf 30 % gesunken, wodurch die CORDIAL Aktiengesellschaft gezwungen war, Hotels zu verkaufen oder bestehende Pachtverträge aufzugeben. So wurden zum Beispiel die früher betriebenen eigenen Hotels in Bad Gastein, Kirchberg sowie eine Dependance mit 8 Appartements in Going verkauft. Als weitere Ursachen sind der von der Muttergesellschaft in Rechnung gestellte hohe Verwaltungsaufwand und das seit vielen Jahren negative Eigenkapital anzuführen.
 
Die Clubmitglieder erhalten auf ihre geltend gemachten Forderungen eine Quote von 54 %, zahlbar binnen 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes. Die Finanzierung dieses Sanierungsplanes erfolgt primär durch Verwertung des gesamten Gesellschaftsvermögens, insbesondere durch den Verkauf der 3 Tiroler Hotels (Hotel Achenkirch, Golfhotel Reith, Hotel Going) und der Verwertung des Cordial Hotels Pelagone samt Golfplatz, das der italienischen Tochtergesellschaft Il Pelagone S.r.l. zuzurechnen ist.
 
Bedingung der Gläubiger für die Zustimmung zum Sanierungsplan war, dass das gesamte Vermögen an einen Treuhänder (dies ist der bisherige Insolvenzverwalter) zur Verwertung übertragen wird. Dem KSV1870 ist wichtig, dass größtmögliche Transparenz und Klarheit im Verwertungsverfahren für die Gläubiger gegeben ist. Zudem wurde ausverhandelt, dass die Gläubiger einen allfälligen Verwertungserlös, welcher über die angebotene Quote von 54 % hinausgeht, in Form einer Superquote zusätzlich erhalten werden.
 
Dieser Sanierungsplan fand die Zustimmung von über 98 % der anwesenden Gläubigerforderungen.
 
Die Verhandlungen über die Sanierungspläne der weiteren Konzerngesellschaften

  • CORDIAL Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H.
  • Hermes Holdinggesellschaft m.b.H.
  • NIGHTS & MORE MARKETING GmbH
  • Imperial Kapitalbeteiligungs GmbH

werden in den nächsten Tagen und Wochen stattfinden.


Gerne werden wir Sie über neue Entwicklungen in dieser Großinsolvenz wieder informieren.