ODELGA MED GES.M.B.H., Wien - Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet!

Die

ODELGA MED GES.M.B.H.,
FN 111083h in 1230 Wien, Carlbergergasse 68,


hat ihre Zahlungsunfähigkeit eingestanden und wurde heute beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Ediktsdaten:

  • Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Georg Freimüller, Rechtsanwalt, 1080 Wien, Alserstraße 21 bestellt.
     
  • Der Insolvenzverwalter wird in den nächsten Wochen zu prüfen haben, ob die Sanierungsbestrebungen des Schuldnerunternehmens tatsächlich aufrechterhalten werden können.
     
  • Der Sanierungsplanvorschlag lautet bekanntlich auf Zahlung einer Quote von 20 % zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes durch die Gläubiger.
     
  • Die Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 29.10.2018 am Handelsgericht Wien bzw. oder über den KSV1870 anmelden. Mail: ins.team.wien@ksv.at.
     
  • Die erste Gläubigerversammlung sowie die Prüfungs- und Berichtstagsatzung wurden auf den 12.11.2018 anberaumt.
     
  • Die Sanierungsplantagsatzung findet am 17.12.2018 statt. An diesem Tag stimmen die betroffenen Gläubiger über den vorgelegten Sanierungsplanvorschlag ab.

Unternehmensdaten:

  • Gegenstand des Unternehmens:
    Handel mit medizintechnischen Geräten, Produktion von Verbrauchsgütern im medizinischen Bereich, Internationale Projekte im Bereich medizinischer Ausrüstung
     
  • Betroffene Dienstnehmer:
    54 in Österreich, 2 Dienstnehmer in China, 3 Dienstnehmer in Vietnam
     
  • Betroffene Gläubiger: ca. 210
     
  • Passiva lt. Schuldner:
    rd. EUR 21 Mio., weitere rd. EUR 5 Mio. Eventualverbindlichkeiten
     
  • Aktiva lt. Schuldner:
    EUR 3,8 Mio. (inklusive Ab, -und AussonderungsrechteHandel mit medizintechnischen Gerätenn)
  • Sanierungsplanvorschlag:
    20 % innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans 
Der KSV1870 wird die Insolvenzentwicklung eingehend prüfen und sämtliche Schritte setzen, um die Abwicklung im besten Interesse der Gläubiger zu unterstützen.
 
Es ist laut dem Antrag des Sanierungsverfahrens beabsichtigt, das Unternehmen jedenfalls fortzuführen und die Sanierungsplanquote mit Hilfe eines Investors aufzubringen.
  
Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben)
Die eingetretene Zahlungsunfähigkeit ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass es
bei vier Projekten in Ecuador, Indonesien, Vietnam und Kamerun mit einem sehr hohen Umsatzvolumen aufgrund von politischen Entscheidungen in diesen Ländern zu erheblichen Verzögerungen bei der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen und bei der Abwicklung von bestehenden Projekten kam.
 
 
Wien, 13.9.2018
 
Rückfragen
Mag. Tanja Schartel
Insolvenz Wien
Telefon: 050 1870-8299, E-Mail: schartel.tanja@ksv.at