G. Völkl Gesellschaft m.b.H., 8712 Niklasdorf

 

Am 21.11.2018 wurde über das Vermögen des Unternehmens

G. Völkl Gesellschaft m.b.H.
Depotstraße 125, 8712 Niklasdorf

ein Konkursverfahren am Landesgericht Leoben eröffnet.

Ediktsdaten

  • Zum Insolvenzverwalter wurde Mag. Stefan Weileder, LL.M., Rechtsanwalt in 8010 Graz, Marburger Kai 47, bestellt.
  • Die Anmeldefrist wurde mit 23.01.2019 bestimmt. Forderungsanmeldung über ins.graz@ksv.at
  • Die erste Gläubigerversammlung wurde für den 19.12.2018 anberaumt, die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 06.02.2019 statt.

Unternehmensdaten

  • Gegenstand des Unternehmens
    Metallverarbeitung, es werden Komplettlösungen in den Bereichen Blechtechnik und Tunnelausstattung (schwerpunktmäßig in den Bereichen Tunnelsicherheit und Kompo-nentenbau sowie in weiteren spezifischen Anwendungsgebieten im Stahl- und Metallbau, wie Haftraumtüren, Außenliftanlagen und Spezialschlosserarbeiten) tätig.       
  • Geschäftsführer:
    DI (FH) Jörg Süssenbacher
  • Gesellschafter: 
    Dr. Aichhorn GmbH (100 %)
  • Betroffene Dienstnehmer: rd. 40
  • Betroffene Gläubiger: ca. 83
  • Passiva: rd. EUR  5,6 Mio. 
  • Aktiva: rd. EUR  2,7 Mio. (zu Liquidationswerten)

Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):  
Die Antragstellerin ist im Projektgeschäft tätig und lassen sich die aus Aufträgen erzielbaren Umsätze stets nur für einen kurzfristigen Zeitraum zuverlässig planen. Zusätzlich ist in vielen Fällen eine entsprechende Vorfinanzierung der jeweiligen Projekte erforderlich, dies nicht zuletzt deshalb, weil die Antragstellerin für ihre Projekte teilweise zuvor eigene Komponenten entwickelt, welche wiederum entsprechende Entwicklungskosten verursachen. Letztlich wird als Insolvenzursache ein gescheiterter, bereits im Sommer 2018 angestrebter, Share Deal angeführt. Es wurden seitens eines primären Kaufinteressenten letzte Woche die Verhandlungen abgebrochen. Kurzfristige Gespräche mit zwei neuen Interessenten konnten ebenso nicht positiv finalisiert werden, sodass die Übernahme des Geschäftsanteils am schuldnerischen Unternehmen durch einen Investor als gescheitert zu betrachten sind und die entsprechende Liquiditätsabsicherung aus der Gesellschaftersphäre nicht mehr gegeben ist.

Weitere verfahrensrelevante Daten:
Die schuldnerische Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 21.07.1980 gegründet und war über die Gesellschaft bereits 2010 unter der GZ 17 S 77/10g ein Sanierungsverfahren anhängig. Dieses Sanierungsverfahren endete mit Bestätigung eines Sanierungsplans (20 %ige Barquote). Der Sanierungsplan wurde mit 04.04.2011 erfüllt. Im März 2011 wurden die Gesellschafteranteile von der Dr. Aichhorn GmbH übernommen.

Im Hinblick auf das Scheitern des Verkaufsprozesses ist die künftige Liquidität zur Absicherung der bestehenden Projekte nicht gesichert und eine Fortführung des schuldnerischen Unternehmens daher nicht möglich.
 
Der Insolvenzverwalter wird kurzfristig beurteilen, ob das Unternehmen ohne weiteren Schaden für die Gläubiger weiter betrieben werden kann.

Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden. 

Graz,  21.11.2018

Rückfragen: 
René Jonke
Leiter Niederlassung Graz und Region Süd
Telefon 050 1870 2012, E-Mail: jonke.rene@ksv.at