Insolvenz: Imperial/Cordial

Linz, 04.05.2018

Die Sanierungspläne von weiteren 3 insolventen Konzerngesellschaften der Linzer Hotel- und Ferienclubgruppe Imperial/Cordial wurden heute am Landesgericht Linz von den Gläubigern angenommen.
 
Die Imperial Gruppe wurde vor 45 Jahren gegründet und ist mit Steuersparmodellen und Ferien-Timesharing Hotels groß geworden. Ende Oktober 2017 wurden über 6 der circa 100 Konzerngesellschaften der Imperial-Gruppe gerichtliche Sanierungsverfahren eröffnet. Dies resultierte aus einem OGH Erkenntnis im Herbst 2017, wonach Anleger als stille Gesellschafter sofortigen Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen haben.
 
Der KSV1870 hat bereits über die kürzlich abgeschlossenen Sanierungspläne der CORDIAL Ferienclub Aktiengesellschaft (54 % Quote binnen 2 Jahren), Imperial KapitalbeteiligungsgmbH & Co KG (20 % Quote binnen 2 Jahren) und Imperial KapitalbeteiligungsgmbH (20 % Quote binnen 2 Jahren) informiert.
 
Am heutigen Vormittag haben die Gläubiger über weitere 3 Sanierungspläne folgender Konzerngesellschaften beraten und abgestimmt:
 
CORDIAL Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H.:
Diese Gesellschaft ist Betreiberin der  Cordial-Hotels in Achenkirch, Going, Reith und Wien.
Sämtliche Fahrnisse in den drei Tiroler Hotelstandorten stehen im Eigentum dieser Gesellschaft. Die Gläubiger erhalten auf ihre geltend gemachten Forderungen in diesem Verfahren eine Quote von 100 % zahlbar binnen 2 Jahren. Bedingung der Gläubiger für die Zustimmung zum Sanierungsplan war, dass das gesamte Vermögen an einen Treuhänder (dies ist der bisherige Insolvenzverwalter) zur Verwertung übertragen wird.
 
NIGHTS & MORE MARKETING GmbH:
Diese Gesellschaft erfüllte Marketingaufgaben für die Hotels der Imperial-Gruppe. Es wurden Hotelschecks an Unternehmen verkauft, die diese Gutscheine an ihre Mitarbeiter oder Geschäftspartner weitergaben. Bei Inanspruchnahme der Gutscheine rechneten die Hotels die Nächtigungen mit NIGHTS & MORE ab.
Die Gläubiger dieses Verfahrens erhalten auf ihre geltend gemachten Forderungen eine Quote von 20 % zahlbar binnen 2 Jahren.
 
HERMES Holdinggesellschaft m.b.H.:
Unternehmensgegenstand war die Führung von Verlustbeteiligungsgesellschaften. Das Unternehmen verfügt neben Liegenschaftsvermögen auch über Filmrechte. Es wurde jedoch bereits seit längerem keine Tätigkeit mehr ausgeübt. Die Gläubiger dieses Verfahrens erhalten auf ihre geltend gemachten Forderungen eine Quote von 20 % zahlbar binnen 2 Jahren.
 
Rückfragen:
Mag. Petra Wögerbauer
KSV1870 Leiterin Team Insolvenz Linz
Mozartstraße 11, 4020 Linz
Telefon: 050 1870-DW 4031
E-Mail: insolvenz.linz@ksv.at