Insolvenz: KK Composites GmbH, 4563 Micheldorf

01.12.2017

Am 01.12.2017 wurde über das Vermögen der

KK Composites GmbH, Am Kreuzfeld 13, 4563 Micheldorf

ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Steyr beantragt.

  • Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung, Produktion, Verarbeitung und der Handel mit Kunststoff, Kunststoffprodukten sowie Kunststoffaufbereitungs- und –verarbeitungsanlagen. Spezialisiert ist man auf die Entwicklung und Fertigung von Baugruppen und Komponenten aus Faserverbundstoffen (Composit-Produkte)
     
  • Geschäftsführer: Mag. Nikolaus Kretz, MBA
     
  • Gesellschafter: KK Holding GmbH
     
  • Betroffene Dienstnehmer: 46
     
  • Betroffene Gläubiger: 63
     
  • Passiva: rund 3 Millionen Euro

Die schuldnerische Gesellschaft besteht seit 2014 und hat die Tätigkeit der Steiner Kunststofftechnik GmbH übernommen. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Fertigung von Baugruppen und Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen spezialisiert. Es werden sowohl laufende Serienkunden, als auch eine Reihe langjähriger Kunden im Projektgeschäft bedient.

Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben):
Laut dem KSV1870 vorliegenden Antrag auf Insolvenzeröffnung wurde seit 2014 in Richtung hochwertigerer und komplexerer Produkte, in einen neuen Standort, neue Maschinen und zusätzliches Know-How investiert. Seit Anfang 2017 hatten sich jedoch verschiedene nachhaltige und unbeeinflussbare Marktveränderungen feststellen lassen und konnten diese nicht ausreichend kompensiert werden.

Einerseits hat sich der Lohndruck in Richtung Süd-Ost-Europa weiter verstärkt.
Andererseits haben gravierende Markt- und Branchenveränderungen bei einzelnen Kunden die Umsätze und Planbarkeit massiv eingeschränkt. Auch die Produktion für einen Großkunden ist unverschuldet weggebrochen. Aus diesen Gründen ist auch trotz intensiver Bemühungen der Geschäftsführung wegen der hohen Personalzahlungen per Ende November und Dezember eine - nicht mehr nur kurzfristige - Liquiditätsenge eingetreten.

Weitere verfahrensrelevante Daten:
Mit dem Antrag auf Insolvenzeröffnung wurde ein Antrag auf Annahme eines Sanierungsplanes vorgelegt. Den Insolvenzgläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent, davon zahlbar 8 Prozent binnen zwei Wochen, 6 Prozent binnen 12 Monaten und 6 Prozent binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplanes.

Laut Schuldnerangaben ist die Fortführung nicht nachteilig und auf Grund der Serienproduktion für einen großen Landmaschinenhersteller wirtschaftlich geboten.

„Der Sanierungsplanvorschlag entspricht den vom Gesetz vorgegebenen Erfordernissen. Der Insolvenzverwalter hat nunmehr umgehend zu prüfen, ob eine Fortführung des Unternehmens ohne weitere Schädigung für die Insolvenzgläubiger möglich ist. Ob der Sanierungsplanvorschlag wirtschaftlich angemessen ist, wird der KSV1870 für seine Auftraggeber eingehend prüfen“, so Sonja Kierer vom KSV1870.

Die Angaben der Schuldnerfirma konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.

Linz, 01.12.2017

Rückfragen:

Mag. Claudia Arthofer
KSV1870 Insolvenz Linz
Telefon: 050 1870-4015, E-Mail: insolvenz.linz@ksv.at

Mag. Sonja Kierer
KSV1870 Insolvenz Linz
Telefon: 050 1870-4011, E-Mail: insolvenz.linz@ksv.at

Von einer Insolvenz betroffen? Was wir für Sie tun können: KSV1870 Insolvenz