Großinsolvenz: Metallbaufirma Fill, 4921 Hohenzell

Am 08.05.2018 wurde über das Vermögen der
 
Fill Metallbau Gesellschaft m.b.H., 4921 Hohenzell, Gewerbestraße West 22
 
ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Ried eröffnet.

Die Anmeldefrist für Insolvenzforderungen: 27.06.2018. 
Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870 angemeldet werden. Mail: insolvenz.linz@ksv.at

KSV1870 SmartBonus: Für Insolvenzforderungen bis EUR 5.000,- stellt der KSV1870 keine Vertretungskosten in Rechnung. Es gelten die Aktionsbedingungen unter www.ksv.at/smartbonus

Unternehmensdaten:

  • Gegenstand des Unternehmens: Konstruktionen im Fassadenbereich aus Metall und Glas, Erstverglasung der im eigenen Betrieb hergestellten Fenster- und Türrahmen, Fassadenkonstruktionen, die Erzeugung von Portalen und Aluminiumfassaden, sowie Nirosta-Fenster und -Türen 
     
  • Geschäftsführer: Stefan Konrad Fill 
     
  • Gesellschafter: Fill Holding GmbH
     
  • Betroffene Dienstnehmer: 180 (72 Angestellte, 93 Arbeiter, 15 Lehrlinge) 
     
  • Betroffene Gläubiger: rd. 1.120 Gläubiger 
     
  • Aktiva: rd. EUR 2,2 Mio.
     
  • Passiva: rd. EUR 42,4 Mio. 

 
Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben): 
Über das Vermögen der Antragstellerin wurde bereits im Jahr 2017 ein Sanierungsverfahren eröffnet. Am 13.12.2017 haben die Gläubiger beim Landesgericht Ried mehrheitlich den 20 %igen Sanierungsplan angenommen. Die Schuldnerin hat für diesen abgeschlossenen Sanierungsplan bereits die erste 10%ige Teilquote (über 2,055.000,-- Euro) geleistet. Aufgrund neuer erwirtschafteter Verluste und Liquiditätsschwierigkeiten zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass die im Dezember 2018 fällig werdende 2. Teilquote nicht mehr bedient werden kann.
Unzureichende liquide Mittel, um die bestehenden Vorleistungsverpflichtungen zu finanzieren und Verluste bei Großprojekten wurden bei der letzten Insolvenz als Ursachen angeführt.  Es wurden im Zuge der Insolvenzabwicklung einzelne Unternehmensbereiche geschlossen und Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, leider ohne nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, wie sich jetzt herausstellt. Bei einzelnen Projekten und Kundenforderungen ergab sich ein höherer Abwertungsbedarf und die vorhandene Belegschaft konnte nicht ausreichend mit Aufträgen ausgelastet werden, heißt es im jetzt vorliegenden Insolvenzantrag.
 
Den Insolvenzgläubigern wird wiederum ein Sanierungsplan mit der vom Gesetz vorgegebenen Mindestquote von 20 %, zahlbar binnen 2 Jahren angeboten.
 
Man will sich verstärkt auf das ursprüngliche Kerngeschäft - Fassaden, Türen und Fenster – konzentrieren und nicht mehr in risikoträchtige Großprojekte investieren. Für eine wirtschaftliche Gesundung ist eine Verkleinerung der Strukturen und Schließung  weiterer Teilbereiche geplant.

 
KSV1870 berichtet, dass, gemessen an den Verbindlichkeiten, dies bis dato die größte Insolvenz des Jahres 2018 in Oberösterreich ist.
 
Die Angaben der Schuldnerfirma  konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.
 
Linz, 08.05.2018

 
Rückfragen:

Mag. Petra Wögerbauer
KSV1870 Leiterin Team Insolvenz Linz
Mozartstraße 11, 4020 Linz
Telefon: 050 1870-DW 4031
E-Mail: insolvenz.linz@ksv.at