Großinsolvenz: Quality Production Network GmbH, 4540 Pfarrkirchen

13.07.2017

Am 13.07.2017 hat die
 
Quality Production Network GmbH
4540 Pfarrkirchen, Mühlgruberstraße 40

 
ein Konkursverfahren am Landesgericht Steyr beantragt. Das Verfahren wurde noch nicht eröffnet.

  • Gegenstand des Unternehmens:
    Entwicklung und Herstellung von werkzeugbezogenen Teilen und Bearbeitungswerkzeugen
  • Gesellschafter:
    Karl Gruber, icomp GmbH, Franz Inreiter
  • Geschäftsführer:
    Karl Gruber
    Andreas Aberl (als gewerberechtlicher Fremdgeschäftsführer)
  • Betroffene Dienstnehmer:
    14
  • Betroffene Gläubiger:
    ca. 120
  • Passiva:
    rund EUR 2,94 Millionen
  • Aktiva:
    rund EUR 186.000,00

Die Anmeldefrist wird erst bei Verfahrenseröffnung durch das Insolvenzgericht feststehen. Offene Forderungen können bereits dem KSV1870 zur Anmeldung übermittelt werden. Mail: insolvenz.Linz@ksv.at
 
Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben): 
Das erst im März 2015 gegründete und im Bereich Herstellung und Entwicklung von Extrusions- und Zerspannungswerkzeugen, Wendeschneidplatten und allgemeiner Lohnfertigung im Bereich Werkzeug und Maschinenbau tätige Unternehmen geriet durch fehlerhafte Planung und Preiskalkulation in eine finanzielle Schieflage. Zuerst führte die Umstellung der Maschinensteuerung durch den eigenen Maschinenhersteller bis Februar 2017 zu einem erheblichen Leistungsverlust, der einen Verlust von rd. 600.000,-- Euro verursachte. Bis Oktober 2016 wurde zudem auch das Personal viel zu teuer zugekauft, was die kostendeckende Produktion unmöglich machte. Aufgrund des Markteinbruchs beim Eigenprodukt Sonderfräswerkzeuge entstand auch in diesem Bereich erheblicher Schaden, wodurch man sein Personal wiederum reduzieren musste. Schließlich war es ab März 2017 nicht mehr möglich, die eigenen Fertigungsmaschinen auszulasten. Da die laufenden Kosten nicht mehr bedient werden konnten und man einen Schuldenberg von knapp 3 Millionen Euro angehäuft hatte, musste nunmehr die Reißleine gezogen und ein Konkursantrag gestellt werden.
 
Weitere verfahrensrelevante Daten:
Mangels einer positiven Fortführungsprognose und Ertragslage ist eine Unternehmensfortführung nicht beabsichtigt. Es kann von einer Schließung und Gesamtverwertung durch den vom Insolvenzgericht noch zu bestellenden Masseverwalter ausgegangen werden.
 
Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.
 
Linz, 13.07.2017
 
Rückfragen:

Mag. Alexander Meinschad
KSV1870 Insolvenz Linz
Telefon: 050 1870-4037
E-Mail: insolvenz.Linz@ksv.at

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