Großinsolvenz: „TROGES“ – ein führender Hersteller in der Lüftungstechnik ist insolvent

08.05.2017

Über die
„Troges“ Gesellschaft für Trocknungs- und Wärmetechnik m.b.H.,
etabliert in 1220 Wien, Puchgasse 3,

wurde heute  am Handelsgericht Wien eine Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung eröffnet.  
Der Sanierungsplanvorschlag lautet auf Zahlung einer Quote von 30 % zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans durch die Gläubiger.
 
Zum Sanierungsverwalter wurde Dr. Stephan Riel, Rechtsanwalt, 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 1/2 bestellt.
 
Der Sanierungsverwalter wird in den nächsten Wochen zu prüfen haben, ob die Sanierungsbestrebungen des Schuldnerunternehmens tatsächlich aufrechterhalten werden können.

Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an ins.team.wien@ksv.at. Die Anmeldefrist endet am 05.06.2017.

Die erste Gläubigerversammlung sowie der Berichtstagsatzung wurde für den 29.05.2017 anberaumt.
Die allgemeine Prüfungstagsatzung findet am 19.06.2017 statt.
Die Sanierungsplantagsatzung wurde für den 26.07.2017 anberaumt. An diesem Tag stimmen die betroffenen Gläubiger über den vorgelegten Sanierungsplanvorschlag ab.

Das Schuldnerunternehmen befasst sich im Wesentlichen mit der Produktion von Lüftungskanälen und Lüftungsanlagen.
 
Die Ursachen für den Vermögensverfall liegen laut Schuldnerangaben insbesondere in einer rückläufigen Umsatzentwicklung. Auch führten erhöhte Schadensfälle und notwendige Forderungswertberichtigungen zu einem finanziellen Engpass.
 
Laut Schuldnerangaben betragen die Verbindlichkeiten rd. EUR  11,5 Mio.
 
293 Gläubiger (ohne Dienstnehmer) sind von dieser Insolvenz betroffen.
 
Die Schuldnerin beabsichtigt eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens. Laut Schuldnerangaben soll das laufende Geschäft über Factoring finanziert werden. Verhandlungen mit einem Factoring Partner sind bereits im Gange.  Auch bereits eingeleitete Reorganisationsmaßnahmen sollen den Fortbetrieb sichern. Derzeit werden 119 Dienstnehmer beschäftigt. Da offenbar unbedingt eine Redimensionierung aufgrund der Auftragssituation erforderlich ist, wurde bereits betreffend  68 Dienstnehmer am 05.04.2017 das Frühwarnsystem eingeleitet und ist daher davon auszugehen, dass in diesem Ausmaß eine Reduktion der Dienstnehmer erfolgen wird.
 
Die Finanzierung der angebotenen Sanierungsplanquote von 30% soll laut Schuldnerangaben nicht nur aus dem Fortbetrieb, sondern auch aus der Verwertung von nichtbetriebsnotwendigen Assets erfolgen.
 
Der noch zu bestellende Sanierungsverwalter wird rasch zu prüfen haben, ob die angestrebten Sanierungsbemühungen als erfolgsversprechend zu qualifizieren sind.
 
Der KSV1870 steht den Sanierungsbestrebungen des Schuldnerunternehmens grundsätzlich positiv gegenüber, wobei jedoch erst zu prüfen sein wird, unter welchen konkreten Bedingungen den Gläubigern eine Zustimmung zum Sanierungsplan empfohlen werden kann.
 
Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an ins.team.wien@ksv.at 
 
Rückfragen
Mag. Jürgen Gebauer
KSV-Insolvenz Wien
Telefon 050 1870-8350, E-Mail: gebauer.juergen@ksv.at
 
08.05.2017