Insolvenz: Winterpark Postalm GmbH & Co KG, 5350 Strobl

17.05.2017

Heute wurde über das Vermögen der Firma
 
Winterpark Postalm GmbH & Co KG
5350 Strobl, Weißenbach 249

                   
ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Salzburg eröffnet.

  • Gegenstand des Unternehmens:
    Betrieb von Seilbahnen und Schiliften.
    Bei der Postalm handelt es sich um das größte Almengebiet Österreichs und das zweitgrößte Hochplateau Europas, das insbesondere im Sommer einer klassischen Almbewirtschaftung durch Rinder, Pferde und Schafe (Sommerweide) zugeführt wird. Durch die Errichtung von Zufahrtsmöglichkeiten und dem Gebiet angepassten Gasthöfen wurde die Postalm zu einem attraktiven Erholungsgebiet, das seit dem Jahr 1970 als Schigebiet genutzt wird. Betrieben wird eine Liftanlage in der Schiregion Postalm bestehend aus einem Vierersessellift, Tellerlift, Transportband und 4 Schleppliften.
  • Geschäftsführer:
    Karl-Heinz Prentner, geb. 19.07.1963
  • Gesellschafter:
    Winterpark Postalm GmbH
    Gerd Girbl, geb. 04.04.1967 als Kommanditist
    Karl Heinz Prentner, geb.19.07.1963 als Kommanditist
  • Betroffene Dienstnehmer:
    saisonbedingt nur 1 Dienstnehmer
  • Betroffene Gläubiger:
    rd. 40
  • Passiva:
    rd. EUR 1.902.000.-
  • Aktiva:
    rd. EUR 1.079.000.- (Rechnerische Überschuldung EUR 823.000.-)
  • Sanierungsplan:
    Derzeit wird ein Sanierungsplan auf Bezahlung einer 20 %igen Quote binnen 2 Jahren angeboten.

Ab sofort können Gläubigerforderungen bis zum 25.07.2017 (gerichtliche Anmeldefrist) über den KSV1870 angemeldet werden. Mail: ins.salzburg@ksv.at

Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben):
Wie der KSV1870 erfahren hat, sind die Insolvenzursachen einerseits auf massive Erlöseinbußen in der Wintersaison 2013/2014 aufgrund des Schneemangels und den damit verbundenen verspäteten Saisonstart, der einen kontinuierlichen Betrieb nicht ermöglicht hat, zurück zu führen. Ein weiterer Grund für die Zahlungsunfähigkeit ist die offene Thematik mit dem Auslaufen der Servitutsvereinbarung mit der Agrargemeinschaft, mit der trotz intensiver Bemühungen der Geschäftsführer bis dato keine Verlängerung/Neufassung vereinbart werden konnte.
 
Weitere verfahrensrelevante Daten:

Dieser Sanierungsplanvorschlag entspricht den gesetzlichen Mindesterfordernissen und ist daher nach Einschätzung des KSV1870 nur ein Formalanbot. Wir werden uns für eine deutliche Verbesserung des Zahlungsvorschlages einsetzen und zumindest eine Änderung der Zahlungsmodalitäten fordern. Ob auch eine höhere Sanierungsplanquote realisierbar erscheint,
werden wir ebenfalls prüfen.
 
Es ist beabsichtigt, die Finanzierungsgrundlage für die Erfüllung des Sanierungsplans aus dem Fortbetrieb des Unternehmens, der Einbringlichmachung offener Kundenforderungen und Mittel von dritter Seite zu bewerkstelligen. Der KSV1870 wird die Vorlage eines plausiblen Fortführungs- und Finanzierungskonzepts verlangen.
 
Zum Masseverwalter wurde Dr. Robert Bukovc, Erzabt-Klotz-Straße 4, 5020 Salzburg, bestellt. Die Berichtstagsatzung wurde mit 30.05.2017 um 10:20 festgelegt.
 
Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.
 
Salzburg, 17.05.2017
 
Rückfragen:
Erich Grausgruber

Insolvenz Salzburg
Telefon: 050 1870-5010
E-Mail: ins.salzburg@ksv.at

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