Alufix-Folienverarbeitungsgesellschaft m.b.H., 2355 Wiener Neudorf

Die Alufix-Folienverarbeitungsgesellschaft m.b.H., 2355 Wiener Neudorf, Industriezentrum NÖ-Süd, Sraße 6, Objekt 4 hat ihre Zahlungen eingestellt, das Landesgericht Wiener Neustadt hat das Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eröffnet. 

Unternehmensgegenstand: Erzeugung und Vertrieb von Folien, Backpapier und Müllsäcken für Haushalt, Gastronomie und Gewerbe

Betroffene Gläubiger: 315

Betroffene Dienstnehmer: 167

Aktiva (Schuldnerangaben):  EUR 14,8 Mio, davon unbelastet allerdings nur EUR 2,0 Mio.

Passiva (Schuldnerangaben): ca. EUR 52,4 Mio.

Hier die wesentlichen Verfahrensdaten:
Masseverwalter: RA Dr. Michael Lentsch, Wr. Neustadt
Berichts-, Prüfungstagsatzung: 06.06.2019
Sanierungsplantagsatzung: 13.06.2019
Anmeldefrist: 23.05.2019

Insolvenzursachen (Schuldnerangaben): Das Unternehmen expandierte in den letzten Jahren stark, vor allem in Osteuropa und tätigte in diesem Zusammenhang erhebliche Investitionen in Anlagevermögen und Beteiligungen. Durch steigenden Preisdruck in Osteuropa und volatile Rohstoffpreise und im Jahr 2018 aufgetretene Produktionsschwierigkeiten war man gezwungen, im Herbst mit den wesentlichen Kreditgebern hinsichtlich eines außergerichtlichen Ausgleichs zu verhandeln. Durch unerwartete Umsatzrückgänge Anfang 2019 waren neuerliche Bankengespräche erforderlich, die jedoch insofern ohne Ergebnis blieben, als keine neuen Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Parallel dazu wurde auch mit potenziellen Investoren verhandelt, jedoch gelang es nicht, den Einstig eines Investors in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit umzusetzen. Das Unternehmen hatte daher die Konsequenzen in Form des vorliegenden Insolvenzantrags zu stellen.

Ausblick: Das Unternehmen soll während des Insolvenzverfahrens fortgeführt und restrukturiert werden, wobei die Finanzierung des Sanierungsplans durch Einstieg eines Investors beabsichtigt ist.

Sanierungsplan
Das Unternehmen bietet allen unbesicherten Insolvenzgläubigern eine Sanierungsplanquote von 20%, zahlbar zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes, an. Hierbei handelt es sich vorerst lediglich um das gesetzliche Mindestanbot. Der KSV1870 wird prüfen, ob die angebotene Quote angemessen und erfüllbar ist

Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870 angemeldet werden (ins.team.noeb@ksv.at) .

Rückfragen:
Dr. Alexander Klikovits
Leiter Insolvenzen NÖ/Bgld.
Telefon: 050 1870-8336, E-Mail: klikovits.alexander@ksv.at

Wien, 07.03.2019