Amabrush: Start-up in Konkurs


Nachdem die

Amabrush GmbH, FN 479745 h,
mit Sitz in 1040 Wien
,

am gestrigen späten Nachmittag einen Antrag auf Konkurseröffnung beim HG Wien eingebracht hat, wurde heute, 06.06.2019, das Insolvenzverfahren eröffnet.

  • Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt  Dr. Stephan Riel in 1030 Wien bestellt. 
  • Erste Gläubigerversammlung und Berichtstagsatzung sowie Prüfungstagsatzung:  30.07.2019.
  • Die Frist zur Anmeldung der Gläubigerforderungen wurde vom HG Wien mit 16.07.2019 festgesetzt. Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870 angemeldet werden (ins.team.wien@ksv.at) .

Ausblick:
Abzuwarten bleibt, ob tatsächlich die Voraussetzungen für einen Fortbetrieb des Unternehmens geschaffen werden können. Der Insolvenzverwalter wird sofort zu prüfen haben, ob ein Fortbetrieb mit der Gefahr eines weiteren Schadens für die Gläubiger verbunden ist. Das Unternehmen selbst hat die Absicht, das Unternehmen in reduzierter Form in der Insolvenz fortzuführen.

Es ist daher zum heutigen Zeitpunkt noch völlig unklar, ob tatsächlich Chancen auf Sanierung des Unternehmens bestehen und der vom Unternehmen angedachte Sanierungsplan (hier müsste den Gläubigern eine Mindestquote von 20% geboten werden) Chancen auf Realisierung hat.
 

Insolvenzursache:
Als wesentliche Insolvenzursachen werden vom Unternehmen (www.amabrush.com) – neben den Anfangsschwierigkeiten in der Produktion - eine Strafanzeige und (damit einhergehend) die Rückziehung von Investitionszusagen genannt.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2017 gegründet und hatte die technische Gestaltung und das Design einer innovativen elektrischen Zahnbürste samt Zubehör als Ziel. Ebenso wurden die Vermarktung und der Vertrieb dieser Produkte vorgenommen.

  • Betroffene Gläubiger: 
    76 Lieferantengläubiger sowie ca. 7.300 „web-shop-Gläubiger“ mit kleineren Forderungen von je ca. EUR 150,--
  • Crowdfunder (Anzahl geschätzt): ca. 37.000
  • Betroffene Dienstnehmer:  22
  • Aktiva: rd. EUR 500.000,--
  • Passiva (Schuldnerangaben): EUR 4,5 Mio.

Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870 angemeldet werden (ins.team.wien@ksv.at) .

Das Unternehmen kündigte an, im Zuge des Konkursverfahrens einen Sanierungsplan einzubringen zu wollen. Ob und inwieweit eine Sanierung überhaupt möglich und wirtschaftlich sinnvoll sein wird, werden die Ergebnisse der Prüfungen zeigen, die sofort nach Eröffnung des Verfahrens erfolgen werden.

Rückfragen: 
Mag. Roman Tahbaz
Insolvenz Wien
Telefon: 050 1870-8215, E-Mail: tahbaz.roman@ksv.at 

Mag. Christoph Vavrik
Insolvenz Wien
Telefon: 050 1870-8239, E-Mail: vavrik.christoph@ksv.at 

Wien, 06.06.2019