Insolvenz: Baumgartner Schuh & Mode GmbH

Letztes Update: 07.05.2020 |

Basisdaten

  • 1214959
  • Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
  • 175907
  • Schuldner
  • LG-Graz
  • 26S34/20z
  • 29.06.2020; 10:00; Zimmer 205/Saal K
  • Prüfungs- und Berichtstagsatzung
  • 13.07.2020; 10:30; Zimmer 205/Saal K
  • Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • Dr. Candidus Cortolezis Rechtsanwalt GmbH - Hauptplatz 14, 8010 Graz
  • 60% Einzelhandel mit Schuhen
    20% Einzelhandel mit Leder- und Taschnerwaren
    20% Großhandel mit Schuhen
  • Betrieben wird der Einzelhandel mit Schuhen, Taschen und Lederwaren sowie der Großhandel mit diesen Produkten. Die Tätigkeit wurde von der Rudolf Baumgartner Gesellschaft m.b.H. (jetzt R.B. Liegenschaftsverwaltung GmbH) übernommen.
  • 2002
  • FN 221805 i
  • ATU 54342607
  • 5529743
  • 31.12.2018

Presseinformation

Gegenstand des Unternehmens: 
Betrieben wird der Einzelhandel mit Schuhen, Taschen und Lederwaren. 

Filialen führt man in:    
8010 Graz, Gleisdorfergasse 17
5020 Salzburg, Linzergasse 30

Geschäftsführer: Mag. Rudolf Baumgartner
Gesellschafter: R.B. Liegenschaftsverwaltung GmbH (FN 46782y)  (100%)

Betroffene Dienstnehmer: 31
Betroffene Gläubiger: ca. 110

Passiva: rd. EUR 1.945.000,-- (Liquidationswert)
Aktiva: rd. EUR 635.000,-- (Liquidationswert)

Sanierungsplanvorschlag:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20% ihrer Forderungen, auszuschütten 
mittels einer Barquote von 5% sowie die restlichen 15% binnen 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplanes.

Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben): 
Das schuldnerische Unternehmen entwickelte sich bis zum Jahr 2016 positiv und wurde 2017 erstmals ein erheblicher Rückgang verzeichnet. Insgesamt hat sich in den letzten 
Jahren im Textil- und Schuhhandel der Onlinehandel stark in den Vordergrund gespielt, wodurch das Flächengeschäft langsam kontinuierlich zurückging. Daher wurde auch die 
älteste Filiale (in Weiz) zwischenzeitig aufgegeben und hat dieser Schritt trotz Umsatzrückgang im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr noch zu einem positiven Ergebnis geführt.
Aktuell haben die Maßnahmen im Hinblick auf die Corona-Krise kurzfristige Auswirkungen auf die Finanzlage des schuldnerischen Unternehmens. Nach dem über einmonatigen 
Umsatztotalausfall infolge des bundesweiten Betretungsverbotes für Geschäftslokale, 
welches gerade in der umsatzstärksten Saison gekommen ist, blieb auch nach teilweiser Öffnung von Geschäftslokalen der Kundenstrom aus, sodass den Kosten der Geschäftseröffnung nach Ostern zu geringe Erlöse gegenüberstehen. Auch hätte die Bestellung für die Herbst- und Winterware bereits vor einiger Zeit erfolgen müssen. Da jedoch im Hinblick auf die einmonatige Betriebsschließung nicht einmal die gesamte Frühjahres- und Sommerware angenommen werden konnte, reicht die aktuelle Liquidität aus all diesen Gründen nicht mehr aus, um den Geschäftsbetrieb in der jetzigen Form fortführen zu können.

Weitere verfahrensrelevante Daten: 
Das Schuhhandelsunternehmen wurde vor rund 80 Jahren vom Großvater des heutigen Geschäftsführers gegründet und zu einem späteren Zeitpunkt in eine GmbH eingebracht, deren Betriebskern sich im heutigen Unternehmen der schuldnerischen Gesellschaft, welche mit Gesellschaftsvertrag vom 10.04.2002 errichtet wurde, wiederfindet.
 
Die Fortführung des Unternehmens ist beabsichtigt und wurden weitere Restrukturierungsmaßnahmen identifiziert, welche für eine erfolgreiche Fortführung umgesetzt werden 
müssen. Die notwendigen Mittel für die Erfüllung des Sanierungsplanes sollen aus dem laufenden Überschuss erwirtschaftet werden. Die genaue Ausgestaltung des Unternehmensfortbetriebes wird in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter entsprechend anzupassen sein.

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