Borckenstein GmbH, Unternehmen geschlossen


Resümee der Prüfungstagsatzung vom 12.03.2019

  • Fortbetrieb nicht mehr möglich
  • Insolvenzgerichtliche Schließung mit 12.02.2019 vollzogen
  • Bislang machen 246 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund EUR 16,4 Mio. geltend


Wie bereits berichtet wurde am 10.01.2019 über das Vermögen der Borckenstein GmbH ein Konkursverfahren eröffnet. Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung waren 124 Mitarbeiter bei der Schuldnerin beschäftigt.

Bereits 2016 war über die Gesellschaft unter der GZ 26 S 17/16v ein Sanierungsverfahren anhängig. 
Der Sanierungsplan konnte - infolge nicht vollständiger Bezahlung der letzten Teilquote (9 % fällig per 20.06.2018) - nicht positiv finalisiert bzw. erfüllt werden.

Nach Abschluss des letzten Insolvenzverfahrens wurden Reorganisationsmaßnahmen gesetzt, es konnte eine Verbesserung des operativen Ergebnisses erreicht werden, ein nachhaltiger wirtschaftlicher Turnaround gelang nicht.

Das Unternehmen wurde nach Insolvenzeröffnung bis zur Schließung am 12.02.2019 insolvenzgerichtlich fortgeführt.

Die einstweilige Fortführung war geboten, da ein nicht unwesentlicher Bestand an Rohmaterialien und halbfertigen Produkten bestmöglich verwertbar gemacht werden musste. 
Ein großer Teil der vorgefundenen und produzierten Waren konnte an Kunden zu marktüblichen Konditionen verwertet werden. Ein weiterer Fortbetrieb war liquiditätsmäßig nicht mehr zu rechtfertigen, die Produktionskosten hätten die mögliche Wertsteigerung bei Weitem überschritten und ist die Schließung unumgänglich gewesen.

Das verbleibende Lager konnte in Bausch und Bogen an einen Bieter verwertet werden.

Das zur Insolvenzmasse gehörige bewegliche Anlagevermögen und die Fahrnisse sowie die Liegenschaften sind gesondert zu verkaufen.

Bislang haben 246 Gläubiger Forderungen geltend gemacht.
Bisher wurden Forderungen in der Höhe von rund 16,4 Mio. Euro angemeldet, wobei davon rund 13,3 Mio. Euro anerkannt sind, rund EUR 3,1 Mio. bestritten.

Die Passiva werden sich noch erhöhen, da Beendigungsansprüche der ausgetretenen Dienstnehmer noch anzumelden sind. 

Ein Sanierungsplan ist nicht mehr geplant.

Vom Insolvenzverwalter werden in nächster Zweit mögliche Anfechtungs-, Haftungs- sowie Erstattungsansprüche geprüft werden.

Graz,  12.03.2019

Rückfragen: 
Mag. Georg Ebner

Leiter Insolvenz Graz
Telefon 050 1870 2035, E-Mail: ebner.georg@ksv.at