Insolvenz: BURGERISTA Operations gmbh

Letztes Update: 04.07.2022 |

Basisdaten

  • 7255340
  • Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
  • 183155
  • Schuldner
  • LG-Linz
  • 17S72/22w
  • 06.09.2022; 10:00; Saal 522
  • 1.Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
  • 11.10.2022; 09:30; Saal 522
  • Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • Dr. Rudolf Mitterlehner Rechtsanwalt
  • MMag. Matthias Pichler
  • 100% Restaurants und Gaststätten
  • Betrieben werden Schnellrestaurants.
  • 2014
  • FN 409461 z
  • ATU68485025
  • 17273188
  • 31.12.2020
  • BURGERs Operations gmbh

Presseinformation

Sanierungsverfahren über bekannte Burgerrestaurantkette Burgerista am LG Linz jetzt eröffnet

Am 30.6. wurde über das Vermögen der Burgerista Operations GmbH, 4050 Traun, Wiener Bundesstr. 196, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Linz eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens: Betrieb von Burgerrestaurants

Alleingesellschafterin: Burgerista Invest Holding GmbH

Geschäftsführer: Thomas Burscheidt

Betroffene Dienstnehmer: 130

Betroffene Gläubiger:  rd. 180 (davon 130 Dienstnehmer)

Aktiva:
261.000,- Euro an frei verfügbarem Bankvermögen (das restliche Vermögen kann derzeit noch nicht seriös bestimmt werden, ist laut Insolvenzantrag aber nur gering anzusetzen

Passiva:
1,249 Millionen Euro (bei Unternehmensfortführung und Erledigung des Verfahrens mittels eines Sanierungsplanes)

2,872 Millionen Euro (bei Scheitern des Sanierungsplanes und Verfahrenserledigung durch Gesamtschließung und Verwertung des Unternehmens, da dann die Kosten für die Beendigung der Dienstverhältnisse und Schadenersatzansprüche aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Mietverhältnisse schlagend werden würden)

Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870 angemeldet werden. Anmeldefrist: 23.8.2022 Mail: insolvenz.linz@ksv.at

Das schuldnerische Unternehmen betreibt 8 eigene Restaurants. Ein weiteres Restaurant wird von einem Franchisepartner geführt

Durch die Lockdowns infolge der Corona-Pandemie kam es bei der Schuldnerin 2020 und 2021 sowie Anfang 2022 zu Umsatzeinbußen von bis zu 75 %. Auch verursachten Lieferengpässe auf den nationalen und internationalen Beschaffungsmärkten sowie die durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Strompreise Probleme. Laut Insolvenzantrag bedeutete der große Energiekostenanstieg nicht nur für das operative Geschäft der Schuldnerin selbst Nachteile, auch hatte der davon verursachte Kaufkraftverlust einen Rückgang der Restauranttransaktionen von bis zu 30 % zur Folge. Der Arbeitskräftemangel in der Gastronomie und die durch die Corona-Pandemie erfolglose Expansion durch zusätzliche Franchisepartner taten ihr übriges.

Die Löhne und Gehälter der 130 zum Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung beschäftigten Dienstnehmer konnten bis Mai dieses Jahres bezahlt werden.

Man beabsichtigt den Abschluss eines Sanierungsplanes in Höhe von 20 %, zahlbar binnen 2 Jahren ab seiner Annahme. Laut Insolvenzantrag erfolgt noch eine Konkretisierung der Zahlungsfristen, zumal die Finanzierung durch einen Investor erfolgen soll, der auch eine Barquote ermöglichen könnte. Ein diesbezüglicher Finanzplan zur Unternehmensfortführung wird von der Schuldnerin noch übermittelt.

„Der noch zu bestellende Insolvenzverwalter wird nun prüfen, ob eine Sanierung und Fortführung des Unternehmens ohne weitere Verluste für die Gläubiger möglich ist “, so Alexander Meinschad vom KSV1870.

Die Angaben des schuldnerischen Unternehmens konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.

 

Linz, 30.6.2022

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