Insolvenz: Herzog Kälte-Klima Anlagenbau GmbH

Letztes Update: 01.12.2020 |

Basisdaten

  • 1527555
  • Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung
  • 177401
  • Schuldner
  • LG-Graz
  • 26S71/20s
  • 30.11.2020; 12:10; Zimmer 44/HP, Saal H
  • Erste Gläubigerversammlung
  • 11.01.2021; 11:20; Zimmer 44/HP Saal H
  • Prüfungs- und Berichtstagsatzung
  • 25.01.2021; 10:30; Zimmer 44/HP Sall H
  • Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • Dr. Norbert Scherbaum Rechtsanwalt - Schmiedgasse 2, 8010 Graz
  • 100% Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den Haushalt
  • Betrieben werden Planung, Projektierung bzw. Assembling von Kälteanlagen in allen Bereichen der lebensmittelverarbeitenden Betriebe. Weiters befasst man sich mit der Industriekälte, der Prozeßkälte- und Klimaanlagen, Pharma- und Reinraumlösungen sowie Komfortklimaanlagen. Angeschlosse ist das Service und die Wartung. Gemäß Einbringungsvertrag vom 14.09.2018 hat man die Tätigkeit der "Herzog Kälte-Klima Anlagenbau GmbH & Co KG" (FN 287420 b) zur Weiterführung übernommen.
  • 1965
  • FN 286395 w
  • ATU63108648
  • 7819030
  • 31.12.2018
  • Herzog Kälte-Klima Anlagenbau Gesellschaft m.b.H.

Presseinformation

Gegenstand des Unternehmens: 
Das Unternehmen ist in vier Unternehmensbereichen, der Kälte & Klimatechnik, Heizungs- und Sanitärtechnik, dem Rohr- und Anlagenbau und der Elektro- und Regeltechnik tätig. 

Filialen führt man in:    
2351 Wiener Neudorf, Ricoweg 30/ B1
4030 Linz, Winetzhammerstraße 4

Geschäftsführer:
DI (FH) Paul Herzog

Gesellschafter:
DI (FH) Paul Herzog   (90 %)
Ing. Kurt Herzog         (  5 %)
Barbara Herzog          (  5 %)

Betroffene Dienstnehmer: rd. 103
Betroffene Gläubiger: rd. 226

Passiva: rd.  EUR  10,5 Mio. (Verkehrswerte)    
Aktiva: rd.  EUR 4,6 Mio. (Verkehrswerte)

Sanierungsplanvorschlag:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 30%, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.

Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):  
Die Gründe für die negative wirtschaftliche Entwicklung sind  zum überwiegenden Teil der Covid-19-bedingten und den damit unvorhersehbaren Änderungen der Marktlage samt den damit verbundenen Ertragsrückgängen geschuldet.

Die in der Vergangenheit stets auf eine Weiterentwicklung ausgerichtete Strategie, wie zB die Eröffnung zweier Niederlassungen in Wr. Neudorf und Linz, sowie der Ausbau des Standortes Graz, hatte zuletzt einen erheblichen Teil der operativen und finanziellen Ressourcen gebunden. So ist das Unternehmen beginnend im Jahr 2019 zur Erreichung der Wachstumsziele mit (oft sehr) knapp kalkulierten Preisen am  Markt aufgetreten, um neue Kundenschichten  zu gewinnen.  Dies hat zusätzliche finanzielle Mittel  erforderlich gemacht.

Seit einiger Zeit und massiv durch die Covid-19 Krise befeuert, kommt es zu einem ruinösen Preiskampf in der Kälte-Anlagenbranche  und stärker noch im Bereich Heizung und Sanitär.
Befand man sich zu Beginn des Jahres 2020 in einer Wachstumsphase und Neuausrichtung kam anstelle von Neuaufträgen Covid-19 in dem  für das schuldnerische Unternehmen ungünstigsten Zeitpunkt. Jegliche Planungssicherheit ging damit verloren, laufende Projekte können nur zeitverzögert abgewickelt werden bzw. wurden teilweise zur Gänze storniert. Auch stockte insbesondere seit Ende August 2020 die Akquise und Planung neuer (Groß-)Aufträge.

Weitere verfahrensrelevante Daten:
Das Familienunternehmen Herzog wurde 1965 von Johann und  Barbara Herzog gegründet und die schuldnerische Gesellschaft mit Gesellschaftsvertrag vom 01.12.2006 errichtet. Herr DI (FH) Paul Herzog wurde mit 20.03.2015 zum Geschäftsführer bestellt.

Anstelle des geplanten Wachstums wird die Prämisse auf ein Gesundschrumpfen und die Konzentration auf die Kernbereiche gerichtet. Nachfolgende Reorganisationsmaßnahmen sind geplant:

•    Schließung unrentabler Unternehmensteilbereiche und Niederlassungen
•    Fokussierung  auf Kernbereiche (Kälte-Klima-Technik)
•    Effizienzsteigerung im Einkauf
•    Auflösung nicht kostendeckender Aufträge bzw. sonstiger Verträge

Die Finanzierung des Sanierungsplanes soll aus dem Überhang laufender Aufträge im Rahmen des Unternehmensfortbetriebes unter Berücksichtigung der Reorganisationsmaßnahmen erfolgen.

Der Sanierungsverwalter wird zu prüfen haben, ob eine Fortführung ohne weiteren Ausfall für die Gläubiger möglich ist bzw. die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen zu überwachen haben. 

Schritt eins

Voraussichtliche Kosten berechnen - bis EUR 5.000,- kostenlos mit SmartBonus

Schritt zwei

Vollmacht erstellen, unterzeichnen und mit ihren Unterlagen hochladen

Schritt drei

Daten prüfen und bestätigen - fertig!

Smartbonus

KSV1870 SmartBonus für Unternehmensinsolvenzen

Keine Vertretungsgebühren bis EUR 5.000,-

Mehr erfahren
Weitere Insolvenzen