Rosenberger Restaurant GmbH auf Sanierungskurs: Prüfungstagsatzung am LG St. Pölten - EUR 23,7 Mio. Verbindlichkeiten

In dem am 11.12.2018 eröffneten Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Rosenberger Restaurant GmbH hat die Schuldnerfirma nunmehr einen wichtigen Schritt Richtung der angestrebten Entschuldung absolviert. In der heute am Landesgericht St. Pölten stattgefundenen Prüfungs- und Berichtstagsatzung ergab sich grundsätzlich ein positiver Ausblick auf den angestrebten Sanierungsplan.

Derzeit steht der Insolvenzverwalter nach wie vor in intensiven Verhandlungen mit Investoren und den neuen Eigentümern. Nach Einschätzung des KSV1870 wird sich jedoch erst knapp vor der Sanierungsplantagsatzung konkret beurteilen lassen, ob die geplanten Sanierungsmaßnahmen im Wege eines Share-Deals mit Hilfe eines Investors und Unterstützung der Eigentümer umgesetzt werden können.

Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung wurden von der Rosenberger Restaurant GmbH 17 Standorte betrieben. Eine Schließung des Standorts in Innsbruck/Ampass war aufgrund wirtschaftlicher Verluste nicht zu vermeiden. Die restlichen 16 Standorte werden unter Aufsicht des Insolvenzverwalters weitergeführt.

Bis zur Prüfungstagsatzung haben rd. 680 Gläubiger (rd. 420 Dienstnehmer und rd. 260 Lieferanten und sonstige Gläubiger) Forderungen angemeldet. Das Gesamtvolumen der Gläubigerforderungen beträgt rd. EUR 23,7 Mio. Davon wurden bislang rd. EUR 3,9 Mio. vom Insolvenzverwalter anerkannt und rd. EUR 19,8 Mio. bestritten.

Dazu Insolvenzexpertin Brigitte Dostal: „Bestritten wurden vor allem Schadenersatzansprüche von Leasingunternehmen sowie Ansprüche, welche unter Einlagenrückgewähr fallen. In welcher Höhe diese Forderungen allenfalls doch noch anerkannt werden, wird erst kurz vor der Sanierungsplan-tagsatzung feststehen.“

Die Entscheidung über das weitere Schicksal des Unternehmens wird in der am 12.03.2019 stattfindenden Sanierungsplantagsatzung fallen. In dieser Tagsatzung werden die Gläubiger über den vorgelegten Sanierungsplan, welcher eine Quote von 20% vorsieht, abstimmen. „Es wird jedoch noch festzulegen sein, in welcher Höhe und zu welchen Zahlungsmodalitäten eine Sanierungsplanquote für die Gläubiger akzeptabel ist.“, so KSV1870-Expertin Brigitte Dostal.

Rückfragen:
Brigitte Dostal
KSV1870 Insolvenzreferentin NÖ/Bgld
Mobil: 0664 8489356
E-Mail: dostal.brigitte@ksv.at