Insolvenz: RTi Austria GmbH

Letztes Update: 24.01.2023 |

Basisdaten

  • 1254996
  • Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
  • 185947A
  • Schuldner
  • LG-Linz
  • 17S9/23g
  • 24.03.2023; 10:30; Saal 522
  • 1.Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
  • 05.05.2023; 09:45; Saal 522
  • Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • Dr. Peter Shamiyeh Rechtsanwalt
  • Mag. Rene Lindner Rechtsanwalt
  • 50% Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
    25% Reparatur von sonstigen Ausrüstungen
    25% Sonstige Bauinstallation
  • Man ist im Umfeld des Rohrleitungs- und Kanalbau tätig: Inspektion von Rohrleitungen und Schächten, Dichtigkeits- und Druckprüfung, Inspektion von Deponien, Hochdruckspülungen, Reinigung von Deponien, Rohrsanierungen (Renovierungen, Reparaturen), auch einschlägige Neubauten, etc.
  • 2002
  • FN 228149 p
  • ATU56653446
  • 5724767
  • 31.03.2021
  • "SEKISUI SPR Austria GmbH"
    rabmer Rohrtechnik GmbH
    rabmer Bau GmbH

Presseinformation

Gegenstand des Unternehmens: 
Rohleitungs- und Kanalbau, Inspektion und grabenlose Sanierung von Rohrleitungsnetzen

Gesellschafter:
RTi Rohrtechnik International GmbH
Ing. Michael Griebaum

Geschäftsführer:
Ing. Michael Griebaum

Betroffene Dienstnehmer: 
123 (35 Angestellte, 86 Arbeiter, 2 Lehrlinge)

Betroffene Gläubiger: 
347

Aktiva:
rd. EUR 4,5 Mio. 

Passiva:
rd. EUR 15,2 Mio.

Die Antragstellerin wurde 2002 gegründet und befasste sich mit der Inspektion und der grabenlosen Sanierung von Rohrleitungsnetzen. Die Rohrinspektion erfolgte mittels TV-Kameras, um Schäden in Kanälen festzustellen. 

In der Stadt Wels wurden beispielsweise von der Antragstellerin Sanierungsarbeiten in Abwasserkanälen und Schächten vorgenommen. Dank dieser grabungsfreien Baumethoden mussten keine Straße aufgerissen werden und ein Verkehrschaos wurde vermieden.

Wichtigste Auftraggeber der Antragstellerin sind Unternehmen der öffentlichen Hand und Industrie- und Gewerbebetriebe.

Die wirtschaftliche Entwicklung verlief laut Angaben im Insolvenzantrag bis 2019 grundsätzlich zufriedenstellend. 2019 kam es durch Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber der RTi International GmbH zu massiven Eigenkapitalverlusten. Pandemiebedingt kam es 2020 zu einem Umsatzrückgang bei Auslandsprojekten und wurden dadurch zudem operative Verluste eingefahren. Diese Verluste wurden mit staatlichen Stützungsmaßnahmen und Coronakrediten abgefedert. 

Aus der Liquiditätsplanung im Dezember 2022 zeichnete sich ab, dass die in den nächsten drei Monaten fällig werdenden Forderungen nicht mehr bedient werden können. Frische liquide Mittel konnten in der Kürze nicht aufgebracht werden.  

Es ist beabsichtigt das Unternehmen fortzuführen. Der eingesetzte Insolvenzverwalter wird die vorgelegte Fortführungsrechnung prüfen, um weitere Ausfälle für die Gläubiger zu vermeiden. Es wird im gegenständlichen Verfahren eine Sanierung angestrebt. „Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 25 %, zahlbar binnen 2 Jahren angeboten“, so Petra Wögerbauer vom KSV1870.

Es handelt sich um die bis dato größte Insolvenz des Jahres 2023 in Oberösterreich. 

Die Angaben des schuldnerischen Unternehmens konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.
 

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