Insolvenz: VST BUILDING TECHNOLOGIES AG

Letztes Update: 23.11.2021 |

Basisdaten

  • 50% Großhandel mit sonstigen Maschinen und Ausrüstungen
    20% Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.
    20% Beteiligungsgesellschaften
    5% Unternehmensberatung
    5% Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
  • Verkauf von Werksanlagen für die Herstellung der patentierten VST-Elemente, weiters Beteiligungsgesellschaft, Patentinhaber und Lizenzgeber für die VST-Firmengruppe.
  • 2002
  • FN 228174 a
  • ATU56281099
  • 5674883
  • 31.12.2020
  • VST-Verbundschalungstechnik GmbH
    VST-Verbundschalungstechnik AG

Presseinformation

Unternehmensgegenstand: Die Schuldnerin fungiert als Management-Holding der VST-Gruppe. Diese bietet innovative, patentgeschützte Technologielösungen (Verbundschalungstechnik) für den Hochbau, die hauptsächlichen in Wohnungs- und Hotelbau, aber auch Pflege- und Studentenheimen eingesetzt werden. Die VST-Gruppe verfügt laut eigenen Angaben über eine breite Wertschöpfungskette: Diese reicht von der Produktion der patentierten Verbundschalungstechnik-Elemente, wie Wände und Decken, im eigenen Werk in der Slowakei sowie deren Lieferung, Montage direkt auf der Baustelle bis hin zur Bautätigkeit als Generalunternehmer bei der Errichtung schlüsselfertiger Objekte. Darüber hin-aus lizensiert VST die patentierte Technologie für ausgewählte Regionen. Zu den Kernmärkten zählen insbesondere Deutschland und der skandinavische Raum (zu den weiteren Details www.vstbuildingtechnologies.com).

Betroffene Gläubiger: rd. 55

Betroffene Dienstnehmer: aktuell sind 9 Arbeitnehmer beschäftigt.

Passiva (Schuldnerangaben): rund EUR 22 Mio.

Anleihe: Die Antragstellerin hat an der Börse Frankfurt die nachstehende nicht nachrangige Anleihe begeben:

WKN/ISIN: A2R1SR / DE000A2R1SR7
Laufzeit: 28.06.2019 bis 27.06.2024 (5 Jahre)
Volumen: MEUR 15
Kupon: 7,00 Prozent p.a. bei halbjähriger Zinszahlung
Die Zinsen per 30.6.2021 wurden laut Angaben, bezahlt.

Insolvenzursachen (Schuldnerangaben): Laut den dem KSV1870 vorliegenden Unterlagen wurde über das Vermögen der Premiumverbund Bau GmbH (eine Tochtergesellschaft der Schuldnerin) mit Beschluss des Amtsgerichtes Hamburg ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.

Die Gesellschaft fungierte als Generalunternehmerin bei der Verwirklichung diverser Bauprojekte in Deutschland, teilweise im Auftrag der EYEMAXX Real Estate Group, die als Projektentwicklerin tätig war. Bedingt durch den Ausbruch der COVID- 19 Krise kam es bei mehreren Bauvorhaben zu erheblichen Verzögerungen (Bauarbeiter waren von Einreisebeschränkungen betroffen, Lieferketten unterbrochen etc.) und insbesondere zu einem massiven Anstieg der Baukosten.

Im Zusammenhang mit der erfolgten Eröffnung des Sanierungsverfahrens über das Vermögen der EYEMAXX Real Estate AG, die von den dargestellten Schwierigkeiten im gleichen Maße betroffen war, führte dies letztlich zu einem Zusammenbruch dieser Gesellschaft. Die Schuldnerin hat zur Sicherstellung der Finanzierung der Premiumverbund Deutschland in der Vergangenheit Haftungserklärungen übernommen, die nunmehr schlagend werden.

Ausblick: Das Unternehmen soll während des Insolvenzverfahrens fortgeführt werden. Restrukturierungsmaßnahmen wurden bereits eingeleitet und nachfolgender Sanierungsplan soll abgeschlossen werden.

Das Unternehmen bietet seinen Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 20 %, zahlbar innerhalb von drei Jahren ab Annahme. Dabei handelt es sich um das gesetzliche Mindestanbot. Ob, bzw. in welcher Weise eine Verbesserung möglich ist, wird der KSV1870 in Zusammenarbeit mit dem bestellten Masseverwalter prüfen.

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