Inkasso: Ein Name zeigt Wirkung

Offene Forderungen verursachen Kosten und belasten die Liquidität von Unternehmen. Prominente Unterstützung im Mahnprozess kann dabei Wunder bewirken.

Autor: Matthias Winter

Inkasso: Ein Name zeigt Wirkung

„Ich hab den Flatscreen noch nicht bezahlt, weil ich den nach der WM wieder zurückgebe.“ Mitarbeiter der Inkasso-Abteilungen hören oft kreative Ausreden. Kunden, die ihre Rechnungen nicht begleichen, bereiten den Unternehmern allerdings Kopfschmerzen. Um die eigene Liquidität zu schützen, ist es unerlässlich, offene Forderungen rechtzeitig und konsequent einzubringen. Das kann aufwendig werden. Viele Betriebe haben keine Ressourcen, säumigen Kunden nachzulaufen, dennoch muss das Thema gelöst werden.

Tipp: Bei Nichtzahlung sofort aktiv werden
Wird das Zahlungsziel nicht eingehalten, sollte ein Mahnlauf mit Verlängerung der Frist um eine Woche starten. Achtung: Es gibt keine Verpflichtung, drei Mahnungen zu versenden. Offene Forde­rungen können jederzeit zum Inkasso übergeben werden. 

Warum offene Forderungen an Inkassounternehmen übergeben werden
Schuldner können Unternehmen, die öffentliche Hand als auch Privatpersonen sein. Gerät eine Zahlung in Verzug, wenden sich viele Firmen direkt an den KSV1870. Die Gründe dafür sind vielfältig. 

  • Der Name KSV1870 wirkt: Mahnungen werden häufig umgehend beglichen, wenn sie vom Kreditschutzverband kommen. Grund hierfür ist die Angst von Schuldnern vor zusätzlichen Mahnspesen. Säumige Unternehmer begleichen KSV1870 Mahnungen rasch, da sich anhaltend unbezahlte Rechnungen auf die Bonität auswirken.
  • Unternehmensinternes Mahnwesen bringt nicht den gewünschten Erfolg: Trotz einer oder mehrerer Mahnungen können fällige Forderungen nicht eingetrieben werden.
  • Zeitmangel: Viele Firmen ziehen es vor, sich auf das Kerngeschäft zu fokussieren und den Fakturierungsprozess komplett auszulagern. Von der offenen Forderung bis zur Zahlung – der KSV1870 übernimmt.

Auch weil die Sachverhalte oft kompliziert sind und eine genaue und sensible Auseinandersetzung erfordern, werden Inkassofälle an den KSV1870 übergeben. Der leitet die notwendigen Schritte ein, um die Forderungen schnellstmöglich einbringlich zu machen. Durch Klarheit im Prozess, Aufklärung und eine straffe Gesprächsführung sorgt der KSV1870 für ein effizientes Inkasso.

In maximal sieben Wochen zum Erfolg
Der Ablauf beruht auf jahrelanger Erfahrung und wird ständig optimiert. Sobald der Inkassoauftrag erteilt wurde, fungiert der KSV1870 als alleiniger Ansprechpartner des Schuldners und übernimmt den weiteren Mahnlauf. Denn häufig versuchen Schuldner den Gläubiger und Inkassounternehmen gegeneinander auszuspielen. Im ersten Schritt wird eine schriftliche Mahnung versendet. Bleibt innerhalb der folgenden zwei Wochen eine Reaktion aus, übernimmt das Telefoninkasso. Dabei werden die persönlichen Daten (z. B. Adresse) nochmals geprüft und es wird versucht, herauszufinden, warum der Schuldner nicht zahlt. Oberstes Gebot ist dabei, sensibel aber auch entschlossen vorzugehen. Das mit dem Ziel, verbindliche Zahlungsvereinbarungen zu treffen. Auch wenn in der öffentlichen Wahrnehmung Inkassobüros nicht immer den besten Ruf haben, ist ihre Tätigkeit notwendig. Warum? In Österreich werden jährlich zumindest 1,9 Mio. Rechnungen in der Höhe von ca. 1,35 Mrd. Euro selbst nach versendeten Zahlungserinnerungen und Mahnungen nicht bezahlt. Grund genug, sich mit seinen Schuldnern auseinanderzusetzen.

Unterstützung in Sonderfällen
Als Vermittler zwischen Schuldner und Gläubiger ist der KSV1870 stets um eine außergerichtliche Lösung bemüht. Nach spätestens sieben Wochen liegt eine Zahlung oder eine Entscheidungsgrundlage darüber vor, ob eine Klage wirtschaftlich sinnvoll ist, oder zum Überwachungsinkasso geraten wird. Das bedeutet, dass eine Forderung außergerichtlich nicht eingebracht werden konnte und eine Klage aus bestimmten Gründen nicht empfehlenswert ist. Die Betreibung wird in so einem Fall bis zur Verjährung der Forderung vom KSV1870 fortgeführt.

Kommt es hingegen zu einem gerichtlichen Prozess, wird ein vollstreckbarer Titel erwirkt und ein Exekutionsverfahren eingeleitet. Bei Uneinbringlichkeit im Rahmen des ersten Verfahrens ist ein weiteres nach sechs Monaten möglich. Wenn auch dann keine Zahlung geleistet werden kann, übernimmt der KSV1870 die Forderung ins sogenannte Dubioseninkasso. Das bedeutet, der Fall wird auf Basis des Titels bis zu 30 Jahre weiterbetrieben.

Digitales Service für rasche Zahlung
Geschwindigkeit ist im Inkasso Trumpf. Denn eins ist klar, je länger Rechnungen offen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines gänzlichen Zahlungsausfalls. Der KSV1870 unterstützt dies durch eine unkomplizierte Fallübergabe. Dazu werden die Schuldnerdaten, eine Rechnungskopie sowie die Forderungshöhe, Verzugszinsen und Mahnspesen benötigt. Unsere Mitarbeiter unterstützen Sie gerne. Mehr Informationen finden Sie hier. 

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