Kremsmüller Industrieanlagenbau KG - Sanierungsplan erfüllt

Der am 15.10.2020 angenommene Sanierungsplan wird nun vorzeitig erfüllt. 

Die Gläubiger der Kremsmüller Industrieanlagenbau GmbH haben am 15.10.2020 beim Landesgericht Wels den 25 %-igen Sanierungsplan angenommen. Die Quoten werden nun schon vor der Fälligkeit an die Gläubiger ausgeschüttet. 

Der Vorschlag sah einen zweijährigen Erfüllungszeitraum wie folgt vor:
25 %, zahlbar 10 % binnen 14 Tagen ab Annahme und weitere 7,5 % bis zum 15.10.2021 und 7,5 % bis 15.10.2022. 

Die beiden letzten Teilquoten von je 7,5 % werden in den nächsten Tagen im Rahmen einer Einmalquote von 15 % von der Schuldnerfirma nun schon vorzeitig an die Gläubiger überwiesen. 

Rund 1.900 Gläubigerforderungen in Höhe von rund 116 Millionen Euro wurden zum Sanierungsverfahren angemeldet. Die Forderungen der rund 580 Lieferantengläubiger belaufen sich auf rund 110,5 Millionen Euro. Unter Abzug von Haftungs- und Rückstehungserklärungen ergaben sich quotenberechtigte Forderungen in Höhe von rund 75 Millionen. Das Sanierungskonzept sieht rund 19 Millionen Euro für die Ausschüttung an die betroffenen Gläubiger vor. 

Die Ursache der Zahlungsunfähigkeit lag in verlustbringenden Aufträgen im Bereich der Prozesstechnologie begründet. Nach Auflösung dieser Verträge haben sich die positiven Zukunftsprognosen trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie bestätigt. Die betroffenen Gläubiger dürfen in den nächsten Tagen mit dem Eingang der Quotenzahlungen rechnen.

Das Insolvenzverfahren der Kremsmüller Industrieanlagenbau KG wurde am 15.06.2020 eröffnet und in Form eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung abgewickelt. „Es handelte es sich um das größte Insolvenzverfahren des Jahre 2020 in Oberösterreich, das nach nur 14 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden kann. Wir freuen uns sehr, dass die Gläubiger schneller zu ihrem Geld kommen“, so Petra Wögerbauer vom KSV1870. 

Linz, 09.08.2021

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Mag. Petra Wögerbauer
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