Insolvenz: HST Automotive GmbH

Letztes Update: 12.02.2024 |

Basisdaten

  • 1660999
  • Konkursverfahren
  • 192028A
  • HST Automotive GmbH Montage von Elektroanlagen
  • Schuldner
  • LG-Linz
  • 17S22/24w
  • 12.04.2024; 10:20; Saal 522
  • 1. Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
  • Dr. Peter Shamiyeh Rechtsanwalt
  • Mag. Christina Rupprecht Rechtsanwältin
  • 60% Elektroinstallation
    20% Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (ohne Warenhäuser)
    20% Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl und Halbzeug
  • Betrieben wird die Fertigung von Anlagenautomationen und Elektroinstallationen. Angeschlossen ist das Handelsgewerbe.
  • 2008
  • FN 324423 v
  • ATU64882835
  • 9178163
  • 31.10.2022
  • HST Montagen GmbH

Presseinformation

•    Gegenstand des Unternehmens: Montage von Elektroanlagen und der Sondermaschinenbau

•    Gesellschafter: Roland Paul

•    Geschäftsführer: Roland Paul

•    Betroffene Dienstnehmer: 18

•    Aktiva: rd. EUR 186.000,00 (frei verfügbares Aktivvermögen zu Zerschlagungswerten)

•    Passiva: rd. EUR 6,6 Mio. (inkl. Nachrangiger Forderungen)

•    Insolvenzursache (lt. Schuldnerangaben): 
Als Ursachen des Vermögensverfalls ist der kosten- und ressourcenintensive Aufbau der neuen Strukturen anzuführen. Dazu gehörten die Erhöhung des Personalstandes, die Erweiterung der Betriebsräumlichkeiten sowie die Anschaffung neuer Werkzeuge, Arbeitsmittel und Softwarelizenzen. Auf Grund der Erweiterung des Tätigkeitsbereichs konnte die Betriebsleistung von 2017 auf 2022 mehr als verdoppelt werden. Es konnten allerdings trotz der hohen Betriebsleistung nur bescheidene Jahrsüberschüsse erwirtschaftet werden.

Während der COVID-19-Pandemie erhielt die Antragstellerin weniger Aufträge und litt ebenso unter den teilweise unterbrochenen Lieferketten. Das und Fehlkalkulationen sowie Aufwandsunterschätzungen einzelner Projekte führte zu Liquiditätsproblemen.
Um einen Turnaround einzuleiten, wurde Anfang 2023 mit externen Beratern ein Restrukturierungskonzept erarbeitet. Eine stille Gesellschafterin stockte das nachrangige Darlehen auf. Leider ging das Konzept nicht auf, da einige ursprünglich avisierte Großaufträge im Volumen von 3,9 Mio. überraschend nicht erteilt oder verschoben wurden. Begründet wurde dies mit der wirtschaftlichen Ungewissheit am Anlagenmarkt und den hohen Finanzierungskosten.

Somit war die Antragstellerin nicht mehr in der Lage ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen und ist die Zahlungsunfähigkeit eingetreten.

•    Weitere verfahrensrelevante Daten: 
Die Gesellschaft wurde 2008 gegründet. Wie der KSV1870 mitteilt ist die Antragstellerin im Bereich der Industrieanlagen-Automatisierung tätig. Lag anfangs der Fokus noch in der Entwicklung und Herstellung einzelner Komponenten, so war es der Schuldnerin ab 2018 möglich Gesamtanlagen im Bereich des Sondermaschinenbaus anzubieten.

Hauptsächliches Absatzgebiet ist der Raum Oberösterreich, aber auch anderen Bundesländern und Deutschland.

Eine Sanierung des Unternehmens ist nicht geplant, wie der KSV1870 mitteilt.

Die Angaben des schuldnerischen Unternehmens konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.

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