KonsumentenKreditEvidenz

17.06.2013

Was leistet die KKE?
Die Konsumentenkreditevidenz besteht seit 1964 und ist heute eine als Informationsverbundsystem
gemäß § 50 Datenschutzgesetz 2000 (DSG 2000) registrierte Datenbankanwendung
und dient dem Zweck des Gläubigerschutzes und der Risikominimierung
(Bescheid K600.036-008/002-DVR/2007 der Datenschutzkommission).
Sie wird gemeinsam mit der kreditgebenden Wirtschaft (Banken, Leasingfirmen und Versicherungen) geführt und enthält Kreditdaten von Konsumenten. Dieses wichtige Instrument dient den Banken zur Bonitätsbeurteilung, um sicherzustellen, dass Konsumenten nicht bei unterschiedlichen Instituten Kredite aufnehmen, die in Summe über den Rückzahlungsmöglichkeiten des Kreditwerbers liegen.

Selbstauskunft: Jeder hat das Recht auf Selbstauskunft. Diese wird einmal jährlich kostenlos vom KSV1870 erteilt.

Rolle des KSV: Der KSV1870 ist datenschutzrechtlicher Betreiber und Teilnehmer der KKE. In dieser Funktion ist er zentrale Auskunftsstelle für Betroffene.

Teilnehmer: Banken, Kredit gebende Versicherungsunternehmen und Leasingunternehmen, die sich verpflichten, nicht nur Daten abzurufen, sondern auch einzumelden.

Einmeldekriterien: Jeder gewährte Konsumentenkredit wird gemäß den Richtlinien zwischen Auftraggebern und KSV1870 in die KKE eingemeldet. Eine KKE-Information umfasst den Kreditrahmen, den Beginn der Laufzeit, die voraussichtliche Laufzeit/Endfälligkeit und Rückzahlungsvereinbarung. Natürlich werden auch Mitverpflichtete erfasst.
Sollte es während der Laufzeit zu Zahlungsanständen kommen, so werden diese vermerkt.

Löschfristen: Jede Einmeldung wird automatisch mit einer Löschfrist belegt, die sich nach den Eskalationsstufen staffelt.