KonsumentenKreditEvidenz

Was leistet die KKE?
Der Kreditschutzverband von 1870 („KSV1870“) führt seit 1964 ein Register unter  der Bezeichnung KonsumentenKreditEvidenz (kurz KKE). Es steht Banken, kreditgebenden Versicherungen und Leasinggesellschaften zur Verfügung und    bietet Informationen über Finanzierungen und Mithaftungen von in Österreich lebenden Konsumenten.
Dieses wichtige Instrument dient den Banken zur Bonitätsbeurteilung, um sicherzustellen, dass Konsumenten nicht bei unterschiedlichen Instituten Kredite aufnehmen, die in Summe über den Rückzahlungsmöglichkeiten des Kreditwerbers liegen.

Auskunft nach Art 15 DSGVO: Jeder hat das Recht auf Auskunft über die von ihm gespeicherten  personenbezogenen Daten. Diese Auskunft nennt sich „Auskunft nach Art 15 DSGVO“.

Rolle des KSV1870: Der Kreditschutzverband von 1870, kurz „KSV1870“ genannt, ist Betreiber und Auftragsverarbeiter der KKE im Sinne der Bestimmungen der DSGVO sowie des Datenschutz-Anpassungsgesetzes 2018. Der KSV1870 hat im Zusammenhang mit der KKE die Funktion einer ersten Anlaufstelle für Betroffene im Sinne des Art 26 DSGVO.

Wer bekommt die Daten? Banken, kreditgebende Versicherungsunternehmen und Leasingunternehmen, die sich verpflichten, nicht nur Daten abzurufen, sondern auch einzumelden.

Einmeldekriterien: Jeder gewährte Konsumentenkredit wird gemäß den Richtlinien zwischen Auftraggebern und KSV1870 in die KKE eingemeldet. Eine KKE-Information umfasst den Kreditrahmen, den Beginn der Laufzeit, die voraussichtliche Laufzeit/Endfälligkeit und Rückzahlungsvereinbarung. Natürlich werden auch Mitverpflichtete erfasst. Sollte es während der Laufzeit zu Zahlungsanständen kommen, so werden diese vermerkt.

Löschfristen: Jede Einmeldung wird automatisch mit einer Löschfrist belegt, die sich nach den Eskalationsstufen staffelt.