Warnliste der österreichischen Kreditinstitute

17.06.2013

Was leistet die Warnliste?

Die Warnliste der österreichischen Kreditinstitute ist eine als Informationsverbundsystem
registrierte Datenbankanwendung und wird zum Zweck des Gläubigerschutzes und der
Risikominimierung durch Hinweis auf vertragswidriges Kundenverhalten geführt (Bescheid
K095.014/016-DSK/01 der Datenschutzkommission).
Mit dieser bankeninternen Evidenz machen sich Banken gegenseitig auf Kunden aufmerksam, die Vereinbarungen mit anderen Banken nicht eingehalten haben bzw. die bei der Rückzahlung fälliger Bankforderungen nachhaltig in Verzug sind.

Rolle des KSV: Wir (KSV1870) sind nunmehr datenschutzrechtlicher und technischer Betreiber dieser Warnliste. In dieser Funktion sind wir zentrale Auskunftsstelle für Betroffene.

Teilnehmer: ausschließlich Banken

Einmeldekriterien: Teilnehmende Institute melden direkt an KSV1870. Eintragungen in die Warnliste erfolgen ausschließlich nach objektiven Sachverhalten. Somit stellt die Warnliste ein zusätzliches Kriterium zur Bonitätsbeurteilung dar.

Privatpersonen werden in folgenden Fällen in der Warnliste aufgenommen:
• Bankomat-, Kreditkarten- oder Scheckmißbrauch
• Fälligstellung bzw. Rechtsverfolgung nach qualifiziertem Zahlungsverzug bei

  • Girokonten
  • Krediten
  • Kreditkarten

Selbstauskunft: Grundsätzlich erteilt jeder Konsument bei Unterzeichnung eines Bankvertrages die Zustimmung, dass seine Daten an den KSV1870 gemeldet werden dürfen.

Selbstverständlich hat jede Privatperson, Betroffene gem. §26 DSG, das Recht beim KSV1870 oder beim betreffenden Kreditinstitut Einsicht in alle über ihn gespeicherten Daten zu nehmen. Die Anfrage kann sowohl schriftlich als auch persönlich im ServiceCenter Wien des KSV1870 erfolgen. Diese Selbstauskunft ist einmal jährlich kostenlos, sofern sie den aktuellen Datenbestand einer Datenanwendung betrifft und nicht als Vorlage bei anderen Unternehmen und Behörden verwendet wird.