Insolvenz: pre tv Gesellschaft für Film- und Videoproduktion m.b.H.

Letztes Update: 10.05.2022 |

Basisdaten

  • 1654344
  • Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
  • 182378A
  • Schuldner
  • LG-Graz
  • 27S91/22t
  • 21.06.2022; 11:00; Videokonferenz
  • Prüfungs- und Berichtstagsatzung
  • 12.07.2022; 10:15; Videokonferenz
  • Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • Mag. Stefan Bertram Kohlfürst Rechtsanwalt - St. Veiterstraße 99, 8046 Graz St. Veit
  • 50% Herstellung von Filmen, Videofilmen und Fernsehprogrammen
    20% Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
    20% Befristete Überlassung von Arbeitskräften
    10% Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (ohne Warenhäuser)
  • Betrieben werden die Filmproduktion und die Überlassung von Arbeitskräften. Angeschlossen sind der Handel und die Datenverarbeitung.
  • 2009
  • FN 321230 y
  • ATU64788929
  • 9076069
  • 31.12.2020
  • A.e.clips Fernsehen GmbH

Presseinformation

• Gegenstand des Unternehmens
Betrieben werden die Filmproduktion und die Überlassung von Arbeitskräften. Angeschlossen sind der Handel und die Datenverarbeitung.

• Geschäftsführer:
Mag. Nikolaus Wisiak

• Gesellschafter:
Mag. Nikolaus Wisiak 74%
Dr. Peter Bartl 13%
Astrid Bartl 13%

• Gläubiger: ca. 25
• Dienstnehmer: 22 Angestellte und 14 freie Mitarbeiter

• Passiva: rd. EUR 1,9 Mio. (Liquidationswerte)
• Aktiva: rd. EUR 287.000,00 (Liquidationswerte)

Sanierungsplan:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20%, zahlbar innerhalb von 2 Jahren ab Sanierungsplanannahme.

Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):
PRE TV wurde bereits in den 80er Jahren gegründet, im Jahre 2012 übernahm Mag. Nikolaus Wisiak das Unternehmen im Rahmen eines Management Buy Outs.
Die PRE TV hat vorrangig Arbeitskräfte an den ORF überlassen und darüber hinaus Kamerateams an den ORF und internationale Sender vermietet. Ende der 80er begann die Antragstellerin für den ORF Serien wie „Bravissimo“ oder „Countdown“ zu produzieren. Hinzu kamen Dokumentationen für den internationalen Fernsehmarkt und Wirtschaftsfilme für internationale Unternehmen.
Von 2009 bis 2017 wurden auch Schnittplätze für die Postproduktion von Langformaten wie „Schauplatz“, Schauplatz Gericht“ oder „Bürgerforum“ zur Verfügung gestellt.
Seit 2012 kam es vermehrt zu internationalen Co Produktionen, Partner waren u.a. der ORF, ARTE, ZDF, ARD, aber auch France Television oder BBC4.
Es gab für die Antragstellerin zahlreiche Prämierungen wie etwa die Goldene Rose von Montreux.

Zu den Insolvenzursachen gehört die in den letzten Jahren verringerte Nachfrage nach Personalvermietung, Teamvermietung und Schnittplatzvermietung. Die angebotenen Preise am Markt wurden aufgrund des Kostendrucks auch nicht angepasst.
Es wurde verstärkt auf internationale Produktionen gesetzt, diese bringen jedoch eine weitaus längere Durchlaufzeit mit sich und mussten zusätzliche Finanzierungen aufgestellt werden. Zusätzlich belastete die Covid 19 Pandemie die Liquidität und Auslastung des Unternehmens.

Weitere verfahrensrelevante Daten:
Das antragstellende Unternehmen wurde 2009 ins Firmenbuch eingetragen.

Das Unternehmen soll fortgeführt und durch einen Sanierungsplan entschuldet werden.
Ein Finanzplan wurde vorgelegt. Mit dem ORF konnten positive Vorgespräche geführt werden. Geplant ist u.a. die Beteiligung eines Neuinvestors. Um einen nachhaltigen Turnaround zu schaffen, werden auch Kapazitätsanpassungen im operativen Bereich notwendig sein.

Der Insolvenzverwalter wird das Ansinnen der Antragstellerin prüfen, ohne dass ein weiterer Ausfall für die Gläubiger droht.

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