Insolvenz: Domaines Kilger Wein GmbH
Letztes Update: 23.04.2026 |Basisdaten
- KSV1870 Nummer8129134
- InsolvenzartSanierungsverfahren mit Eigenverwaltung
- Insolvenznummer207331A
- Name lt. EdiktDomaines Kilger Wein GmbH
- AntragstellerSchuldner
- GerichtLG-Graz
- Geschäftszahl27S78/26m
- Tagsatzung05.05.2026; 12:30; Zimmer 230/Saal L
- TagsatzungsartErste Gläubigerversammlung
- Tagsatzung23.06.2026; 12:05; Zimmer 230/Saal L
- TagsatzungsartPrüfungs- und Berichtstagsatzung
- Tagsatzung07.07.2026; 10:35; Zimmer 230/Saal L
- TagsatzungsartSanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
- InsolvenzverwalterLerchbaumer Schlager Rechtsanwälte GbmH vd Dr. Arno Lerchbaumer
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Branchen100% Herstellung von Traubenwein
- TätigkeitsbereichBetreiben wird die Weinproduktion.
- Gründungsjahr2022
- FirmenbuchnummerFN 573659 t
- OENB-Nummer28144716
- Datum der letzten Bilanz31.12.2024
Presseinformation
• Gegenstand des Unternehmens
Betrieben wird schwerpunktmäßig der Weinbau und die Weinherstellung. Darüber hinaus umfasst die betriebliche Tätigkeit insbesondere die Abfüllung, Lagerung und den Vertrieb von Weinprodukten. Der Geschäftsbetrieb ist auf die Herstellung und Vermarktung qualitativ hochwertiger Weine ausgerichtet
• Geschäftsführer: Ivonne Uhlig-Möser
• Gesellschafter: Domaines Kilger GmbH & Co KG (100 %)
• Gläubiger: ca. 35
• Dienstnehmer: ca. 6
• Aktiva: rd. EUR 2.800,00
• Passiva: rd. EUR 200.000,00 (Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind hierbei nicht berücksichtigt)
Sanierungsplan:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Sanierungsplanquote von insgesamt 30 %, zahlbar längstens binnen 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.
Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):
Die Verlust- und Krisenursachen sind im Wesentlichen auf die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen, inflationsbedingten Kosten zurückzuführen. Diese betreffen insbesondere den Bereich der Weinkellerei sowie die Bewirtschaftung der Weingärten, darüber hinaus aber auch Energie-, Personal-, Verpackungs- (insbesondere Glasflaschen) und Transportkosten. Zu-gleich war die Antragstellerin einem zunehmenden Preisdruck sowie allgemeinen Marktschwankungen ausgesetzt, wodurch eine Weitergabe der gestiegenen Kosten an den Markt nur eingeschränkt möglich war. Ein wesentlicher zusätzlicher Krisenfaktor im Jahr 2025 war die Insolvenz einer zentralen Vertriebsgesellschaft. Infolge dieser Insolvenz konnten zunächst keine weiteren Abfüllungen neuer Weine durchgeführt werden, wodurch entsprechende Umsätze ausblieben. Ein weiterer signifikanter Verlust resultierte aus dem Betrieb des Buschenschanks „Boho“, der im Jahr 2025 ein negatives Ergebnis erwirtschaftete; der Betrieb ist der-zeit eingestellt. Darüber hinaus führte eine überdurchschnittlich hohe Erntemenge in der Steiermark im Jahr 2025 zu erheblichen Absatzproblemen.
Weitere verfahrensrechtliche Daten:
Die schuldnerische Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 12.01.2022 gegründet.
Die Antragstellerin beabsichtigt, den gegenständlichen Betrieb fortzuführen und wurden bereits im Vorfeld substanzielle Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen gesetzt, die geeignet sein sollen, die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Durch diese Maßnahmen soll die Kostenstruktur des Unternehmens nachhaltig reduziert und eine schlankere, effizientere Betriebsorganisation geschaffen worden sein.
Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen im Rahmen eines Sanierungsverfahrens nachhaltig zu stabilisieren
„Der zu bestellenden Sanierungsverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, so René Jonke, KSV1870 Leiter Region Süd.