Insolvenz: Estermann GmbH
Letztes Update: 29.05.2026 |Basisdaten
- KSV1870 Nummer1365694
- InsolvenzartSanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
- Insolvenznummer207869A
- Name lt. EdiktEstermann GmbH
- AntragstellerSchuldner
- GerichtLG-Ried
- Geschäftszahl17S19/26i
- Tagsatzung29.07.2026; 08:30; Saal 101
- Tagsatzungsart1. Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
- Tagsatzung09.09.2026; 09:30; Saal 101
- TagsatzungsartSanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
- InsolvenzverwalterMag. Robert Tremel Rechtsanwalt
- StellvertreterDr. Karl Weinhäupl Rechtsanwalt
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Branchen50% Druck- und Medienvorstufe
50% Herstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe
- TätigkeitsbereichMan ist in den Bereichen Druckerei, Kartonagenwarenerzeugung und Digitale Druckerei tätig.
- Gründungsjahr1984
- FirmenbuchnummerFN 252056 x
- UID-NummerATU61118123
- OENB-Nummer6579531
- Datum der letzten Bilanz31.12.2024
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Ehemalige Firmennamen
Estermann Kartonagen GmbH
Presseinformation
Am 21.5.2026 wurde über das Vermögen der
- Estermann GmbH, 4971 Aurolzmünster, Weierfing 80 sowie der
- Estermann Holding GmbH, selbe Adresse
auf deren eigenen Antrag jeweils ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Ried beantragt. Die Verfahren wurden am 22.05.2026 eröffnet.
- Gegenstand des Unternehmens:
GmbH: operativ tätig im Bereich Kartonagenerzeugung, Druckveredelung
Holding: übt Holdingfunktion für Estermann-Gruppe aus - Gesellschafter:
GmbH: Estermann Holding GmbH
Holding: DI Norbert Estermann, Peter Estermann - Geschäftsführer: GmbH + Holding: jeweils Peter Estermann
- Betroffene Dienstnehmer: GmbH: 21 / Holding: 10
- Betroffene Gläubiger: GmbH: 53 / Holding: 4
- Passiva: GmbH: rund 2,411 Millionen Euro / Holding: rund 846.000,- Euro
Die Estermann Holding GmbH übernimmt seit ihrer Gründung im Jahr 2020 die Holdingfunktion für die Estermann-Druck-Gruppe aus. Sie ist die Muttergesellschaft der Estermann GmbH, die als operative Gesellschaft am Markt auftritt und über die Kundenbeziehungen verfügt.
Die Ursachen der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit beider Unternehmen liegen laut deren eigenem Insolvenzantrag in Verwerfungen am Gesamtmarkt, beginnend mit der Corona-Krise, dem Ukraine-Krieg und den steigenden Energie- und Rohmaterialpreisen sowie der Inflation im Allgemeinen. Die Mitarbeitergehälter wurden bis einschließlich April bezahlt.
„Man bietet seinen Gläubigern in beiden Insolvenzverfahren eine 20%ige Sanierungsplan-Quote, zahlbar binnen 24 Monaten ab Annahme“, berichtet Alexander Meinschad vom KSV1870, der die Gläubiger vertritt.
Aufgrund einer – laut Schuldnerin – positiven Fortführungsplanung geht man davon aus, dass man zu einer erfolgreichen Sanierung kommen wird, die aus der Gesellschaftersphäre (Familie Estermann) finanziert werden soll. Es ist aber auch anzunehmen, dass es zu Teilbereichsschließungen kommen wird, so die Schuldnerin in ihrem Antrag.
Die Angaben des schuldnerischen Unternehmens konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.