Insolvenz: Markus Kern & Co Erdbau und Transport GmbH
Letztes Update: 13.03.2026 |Basisdaten
- KSV1870 Nummer7271058
- InsolvenzartSanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
- Insolvenznummer206153
- Name lt. EdiktMarkus Kern & Co Erdbau und Transport GmbH
- AntragstellerSchuldner
- GerichtLG-Graz
- Geschäftszahl25S53/26w
- Tagsatzung23.04.2026; 11:30; Zimmer 227, 2. Stock
- TagsatzungsartPrüfungs- und Berichtstagsatzung
- Tagsatzung21.05.2026; 10:00; Zimmer 227, 2. Stock
- TagsatzungsartSanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
- InsolvenzverwalterKohlfürst Rechtsanwalts GmbH vertreten durch:Mag. Stefan Kohlfürst, Rechtsanwalt
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Branchen40% Güterbeförderung im Straßenverkehr
40% Vorbereitende Baustellenarbeiten
20% Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art
- TätigkeitsbereichBetrieben werden vorbereitenden Baustellenarbeiten in deren Rahmen man sich mit der Güterbeförderung, dem Erdbau und dem Handelsgewerbe beschäftigt.
- Gründungsjahr2014
- FirmenbuchnummerFN 413872 k
- UID-NummerATU68569916
- OENB-Nummer17449332
- Datum der letzten Bilanz31.12.2024
Presseinformation
• Gegenstand des Unternehmens:
Betrieben wird ein Erdbau- und Recyclingunternehmen und es werden Dienst-leistungen in den Bereichen Erdbau, Transport, Abbruch und Rückbau inkl. Recycling von Baumassen angeboten.
• Geschäftsführer: Markus Kern
• Gesellschafter: Markus Kern (60 %), MK Holding GmbH (40 %)
• Dienstnehmer: 31
• Gläubiger: 123
• Aktiva: rd. EUR 483.000,00 (Liquidationswerte)
• Passiva: rd. EUR 3,300.000,00 (Liquidationswerte)
Sanierungsplan:
Die Insolvenzgläubiger erhalten eine Quote von 20 % ihrer Forderungen, zahlbar binnen 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplans.
Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):
2022 beschäftigte das Unternehmen noch rund 80 Mitarbeiter. Beginnend mit der COVID-19-Pandemie und in den Jahren 2023 und 2024 kam es zu strukturellen Veränderungen der Baubranche - bekanntlich stieg die Zinsbelastung an und Genehmigungsverfahren dauerten länger, was beides auftraggeberseitig zu Projektverschiebungen oder -absagen und generell geringerer Bauaktivität führte. Zudem stiegen Personal- und Treibstoff- bzw. Betriebskosten, sodass die Antragstellerin bereits in den vergangenen Jahren erste Restrukturierungsmaßnahmen setzte und begann, den Betrieb entsprechend zu verkleinern. Ein seit 2023 laufender, Ende November 2025 von der Antragstellerin abgeschlossen Großauftrag stellte sich als nicht kostendeckend heraus.
Zudem wurden mehrere geplante Aufträge abgesagt oder verschoben. Der außergewöhnlich kalte und lange Winter 2025/26 führte schließlich dazu, dass die Antragstellerin in den letzten Wochen die geplanten Umsätze nicht erreichen konnte, sodass die Liquidität der Schuldnerin nicht ausreicht, um alle fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können.
Weitere verfahrensrechtliche Daten:
Die schuldnerische Gesellschaft wurde 17.03.20214 errichtet.
Es ist die Fortführung des schuldnerischen Unternehmens beabsichtigt und es soll das Erfordernis für die Sanierungsplanquote voraussichtlich aus dem operativen Ergebnis des sanierten Unternehmens und dem Verkauf einzelner Assets erfolgen.
„Der Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, so René Jonke, KSV1870 Leiter Region Süd.