SCHAFFER SÄGEWERK-HOLZEXPORT GmbH hat ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt

1914 gegründetes Traditionsunternehmen SCHAFFER SÄGEWERK-HOLZEXPORT GmbH hat ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am LG Leoben beantragt 

Betroffene Dienstnehmer: 69
Betroffene Gläubiger: rd. 100
Passiva: rd. EUR 29,3 Mio.


Am 31.08.2026 hat die SCHAFFER SÄGEWERK-HOLZEXPORT GmbH, Hintersiedlung 12, 8741 Eppenstein, ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am LG Leoben beantragt.

  • Gegenstand des Unternehmens:   
    Betrieben werden ein Sägewerk mit einer durchschnittlichen Verschnittmenge von rd. 100.000 fm sowie der Holzhandel und Holzexport.
  • Geschäftsführer:  Markus Schaffer
  • Gesellschafter: 
    • SCHAFFER Privatstiftung (74,9 %)
    • SMRH Handels GmbH (25,1 %)
  • Dienstnehmer: 69
  • Gläubiger: rd. 100
  • Aktiva: rd. EUR  4,5 Mio. (zu Liquidationswerten) 
  • Passiva: rd. EUR  29,3 Mio.                  

Sanierungsplan:

Die Insolvenzgläubiger erhalten eine 30%ige Quote, zahlbar binnen 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes.

Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):

Im Zuge der Investition einer neuen Produktionsanlage war die Schuldnerin mit erheblichen technischen Herausforderungen konfrontiert. Das Hochfahren der Anlage gestaltete sich deutlich komplexer als geplant. Über einen längeren Zeitraum konnte die Antragstellerin weder die erforderliche Anlagenverfügbarkeit noch die notwendige Maßhaltigkeit in der Produktion sicherstellen. Viele dieser technischen Probleme konnten inzwischen weitgehend beseitigt werden. In Folge führte die mangelnde Maßhaltigkeit aber zu berechtigten Kundenreklamationen und zum Teil zum Vertrauensverlust in die Zusammenarbeit. 

Zusätzlich ist die Marktlage in den Kerngeschäftsfeldern seit geraumer Zeit sehr angespannt. Gleichzeitig ist das Rundholzpreisniveau trotz erheblicher Absatzprobleme nachhaltig hoch geblieben. Die globale wirtschaftliche Unsicherheit und die Auswirkungen des anhaltenden IRAN-Konflikts auf die Absatzmärkte der Antragstellerin haben die Situation weiter verschärft. Letztlich wurden von finanzierenden Stellen die Kredite fällig gestellt.. 

Weitere verfahrensrechtliche Daten:

Der 1914 gegründete Betrieb wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 28.09.1995 in die gegenständliche Kapitalgesellschaft umgewandelt und wird bereits in der 4 Generation betrieben.

Es ist die Fortführung des Unternehmens beabsichtigt. Die Sanierungsplanquote soll aus der Betriebsfortführung erwirtschaftet werden. Entsprechende Reorganisationsmaßnahmen, wie zB eine vorübergehende Umstellung – aufgrund der derzeitigen Marktlage - des Zwei-Schichtbetriebes auf einen Einschichtbetrieb sind geplant. Wesentlicher Bestandteil der strategischen Ausrichtung ist auch die Suche nach einem geeigneten Investor. Ziel ist es, mit einem starken strategischen und finanziellen Partner die langfristige Absicherung des Unternehmens zu gewährleisten bzw. den Fortbestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern und die wirtschaftliche Stabilität wieder herzustellen.

„Der zu bestellende Sanierungsverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, so René Jonke, KSV1870 Leiter Region Süd.

Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten. 

 

 

Graz, am 31.08.2026

Rückfragenhinweis:

René Jonke

Leiter KSV1870 Region Süd
Telefon 050 1870-2012
E-Mail: jonke.rene@ksv.at