Insolvenz: SIGNA Holding GmbH

Letztes Update: 19.02.2024 |

Basisdaten

  • 1070965
  • 190770
  • SIGNA Holding GmbH (vormals: Immofina Holding GmbH) Zweigniederlassung: SIGNA Holding GmbH, Niederlassung Wien 1010 Wien, Freyung 3
  • Schuldner
  • HG-Wien
  • 6S193/23h
  • 19.12.2023; 13:00; Zimmer 708
  • Erste Gläubigerversammlung
  • 29.01.2024; 13:00; Zimmer 708
  • Allgemeine Prüfungstagsatzung
  • 12.02.2024; 13:00; Zimmer 708
  • Sanierungsplantagsatzung
  • 04.03.2024; 13:00; Zimmer 708
  • Nachträgliche (besondere) Prüfungstagsatzung
  • 29.04.2024; 13:00; ZI 708
  • verlegte Sanierungsplantagsatzung
  • Dr. Christof Stapf Rechtsanwalt
  • DI Mag. Michael Neuhauser Rechtsanwalt
  • 80% Beteiligungsgesellschaften
    20% Erbringung von sonstigen Dienstleistungen a. n. g.
  • Die Signa Holding ist eine Beteiligungsholding, die in den Geschäftsbereichen Immobilien, Einzelhandel (Galeria Kaufhof, KaDeWe, Signa Sports United) und Medien (Minderheitsanteil an „Krone“ und „Kurier“) aktiv ist. Ergänzende Bereiche, wie Jagd-, Flug-, Sicherheits-, Event-, Repräsentations- und Geschäftsanbahnungsmanagement, werden künftig eingestellt.
  • 2000
  • FN 191343 m
  • ATU50370209
  • 4538625
  • 31.12.2021
  • Immofina Holding GmbH

Presseinformation

Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien eröffnet 

Ergänzend zu unserer heutigen Vorinformation können wir berichten, dass das Handelsgericht Wien noch heute offiziell das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung über die SIGNA Holding GmbH mit Sitz in 6020 Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 31 eröffnet hat. Die Zuständigkeit des Handelsgerichts Wien ergibt sich jedoch daraus, dass der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Agenden in Wien liegt, wo sich auch die Zentrale des Unternehmens befindet (1010 Wien, Palais Harrach, Freyung 3).

Zum Sanierungsverwalter wurde Dr. Christof Stapf, Rechtsanwalt in 1010 Wien, bestellt.

Die erste Gläubigerversammlung und Berichtstagsatzung wurde für 19.12.2023, die Prüfungstagsatzung für den 29.01.2024 und die Sanierungsplantagsatzung für den 12.02.2024 anberaumt.

In der ersten Gläubigerversammlung wird der Sanierungsverwalter zu berichten haben, ob der Finanzplan eingehalten wird, der Sanierungsplan erfüllbar ist und ob Gründe für die Entziehung der Eigenverwaltung vorliegen.

Die Anmeldefrist wurde mit 15.01.2024 festgesetzt. Forderungen können über den KSV1870 angemeldet werden (ins.forderungen@ksv.at).

Das Unternehmen bietet den Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 30 %, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme an. Dabei handelt es sich um die gesetzliche Mindestquote für diese Verfahrensart.

Nach Eigenangaben des Unternehmens betragen die Passiva zu Liquidationswerten ca. EUR 5,26 Mrd. (davon ca. EUR 252 Mio. besichert). Wie sich die Verbindlichkeiten jedoch im Rahmen der angestrebten Sanierung darstellen werden, wird das Ergebnis der Prüfungstagsatzung zeigen.

Im Vergleich dazu der Überblick der bislang größten Insolvenzen (gemessen an der Höhe der Passiva) in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte (Angaben in EUR):

Alpine-Gruppe (Wien)                                3,5 Mrd.
Konsum-Gruppe (Wien)                             1,9 Mrd.
Commerzialbank Mattersburg (Bgld.)      800 Mio.
MACULAN-Konzern (Wien)                      799 Mio.
A-TEC Industries AG (Wien)                     570 Mio.

Die Aktiva werden zu Buchwerten mit ca. EUR 2,78 Mrd. angegeben, zu Liquidationswerten mit ca. EUR 314,3 Mio., doch werden auch die Vermögenswerte nunmehr vom Sanierungsverwalter aktuell nach insolvenzrechtlichen Kriterien zu prüfen sein.

Von der Insolvenz sind 273 Gläubiger betroffen.

Die Anzahl der betroffenen Dienstnehmer beträgt 42.

Die Ursachen der Insolvenz führt das Unternehmen auf massive Umsatzrückgänge im Handelsbereich im Zuge der Covid-19-Pandemie und im Immobilienbereich auf die massiv gestiegenen Baukosten und auf steigende Finanzierungskosten zurück.

Wien, am 29. November 2023

Weitere SIGNA-Insolvenzen
SIGNA Infor­ma­ti­ons­tech­no­logie GmbH
LeiKi Einrich­tung Holding GmbH

Schritt eins

Voraussichtliche Kosten berechnen - bis EUR 3.000,- kostenlos mit SmartBonus

Schritt zwei

Auftragsdaten erfassen

Schritt drei

Daten prüfen und bestätigen - fertig!

Smartbonus

KSV1870 SmartBonus für Unternehmensinsolvenzen

Keine Vertretungsgebühren bis EUR 3.000,-

Mehr erfahren
Weitere Insolvenzen