„Domaines Kilger Gastro GmbH“
(Jaglhof und Stupperhof)
hat ein Sanierungsverfahren ohne
Eigenverwaltung beantragt
Am 24.03.2026 hat die
Domaines Kilger Gastro GmbH
Grazer Straße 170, 8430 Leibnitz
ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am LGZ Graz beantragt.
• Gegenstand des Unternehmens:
Betrieben wird schwerpunktmäßig die Gastronomie und Hotellerie im Rahmen
mehrere Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe an unterschiedlichen Standorten in der Südsteiermark, konkret folgende Teilbetriebe:
- „Jaglhof“ (mit Beherbergung) in Sernau 25, 8452 Gamlitz
- „Stupperhof“ (ebenso mit Beherbergung) in Gauitsch 20, 8442 Kitzeck
Darüber hinaus umfasst der Tätigkeitsbereich den Direktverkauf von Produkten „Ab-Hof“ bzw. über angeschlossene Verkaufsstellen (Shops) sowie weitere gastronomische Dienstleistungen.
• Geschäftsführer: Ivonne Uhlig-Möser
• Gesellschafter: Kilger Holding GmbH (100 %)
• Dienstnehmer: 14
• Gläubiger: rd. 43
• Aktiva: rd. EUR 67.500,00
• Passiva: rd. EUR 950.000,00 (plus rd. EUR 8,8 Mio. gegenüber verbundenen Unternehmen)
Sanierungsplan:
Die Insolvenzgläubiger der Antragstellerin erhalten auf ihre Insolvenzforderungen eine Sanierungsplanquote von insgesamt 20%, zahlbar längstens binnen 2 Jahren ab Annahme des Sanierungsplans; nicht jedoch vor rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans.
Insolvenzursachen (lt. Schuldnerangaben):
Ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Schieflage der schuldnerischen Gesellschaft liegt im herausfordernden Marktumfeld der letzten Jahre. Insbesondere die Gastronomie- und Tourismusbranche war von nicht unerheblichen strukturellen Veränderungen betroffen. Steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie ein anhaltend hoher Inflationsdruck führten zu deutlich erhöhten Betriebskosten, die vielfach nicht vollständig an die Gäste weitergegeben werden konnten. Parallel dazu zeigte sich ein verändertes Konsumverhalten: Gäste agieren zuletzt preissensibler, reduzieren Ausgaben für gehobene Gastronomie und konsumieren insgesamt zurückhaltender. Darüber hinaus führten Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld sowie eine insgesamt schwächere Planbarkeit im Tourismus zu schwankenden Auslastungen. Diese Kombination aus steigenden Kosten, rückläufiger bzw. volatiler Nachfrage und eingeschränkter Preisdurchsetzungskraft hat die Margen erheblich unter Druck gesetzt und damit wesentlich zur Verlustsituation beigetragen
Weitere verfahrensrechtliche Daten:
Die schuldnerische Gesellschaft wurde 28.09.2017 errichtet.
Die Fortführung des schuldnerischen Unternehmens ist beabsichtigt. Bereits im Vorfeld wurden substanzielle Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen gesetzt, die geeignet sein sollen, die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Insbesondere wurden nicht mehr gewinnbringende Teilbetriebe eingestellt bzw. ausgegliedert, im Zusammenhang damit Personalmaßnahmen gesetzt und der Personalstand an den tatsächlichen Bedarf angepasst, nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte veräußert, die Preisgestaltung an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst sowie nachteilige bzw. wirtschaftlich belastende Vertragsverhältnisse beendet.
„Der zu bestellende Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, so René Jonke, KSV1870 Leiter Region Süd.
Der KSV1870 bietet allen Gläubigern an, sie in diesem Fall zu vertreten. Unterlagen per E-Mail an: insolvenz.graz@ksv.at
Graz, am 25.03.2026
Rückfragen:
René Jonke
Leiter Region Süd
Telefon 050 1870-2012, E-mail: jonke.rene@ksv.at