Insolvenz: Ing. H. Gradwohl Gesellschaft m.b.H.
Letztes Update: 29.05.2026 |Basisdaten
- KSV1870 Nummer77309
- InsolvenzartSanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
- Insolvenznummer208028A
- Name lt. EdiktIng. H. Gradwohl Gesellschaft m.b.H.
- AntragstellerSchuldner
- GerichtLG-St.Pölten
- Geschäftszahl14S74/26m
- Tagsatzung21.07.2026; 10:45; Saal 216
- Tagsatzungsart1. Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
- Tagsatzung01.09.2026; 11:30; Saal 216
- TagsatzungsartSanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
- InsolvenzverwalterMag. Markus Mayer Rechtsanwalt
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Branchen40% Herstellung von sonstigen Kunststoffwaren
20% Herstellung von sonstigen Waren aus Papier, Karton und Pappe
15% Sonstiges Drucken
15% Herstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe
10% Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
- TätigkeitsbereichBetrieben werden der Sieb-, Tampon- und Digitaldruck, sowie die Kunststoffverarbeitung und der Display-Bau. Die Bereiche Metallbau und Automotive, sowie Offset- und Flexodruck wurden aufgelassen.
- Gründungsjahr1971
- FirmenbuchnummerFN 87327 y
- UID-NummerATU18804300
- OENB-Nummer74004
- Datum der letzten Bilanz31.03.2025
Presseinformation
Gegenstand des Unternehmens: Die Schuldnerin wurde bereits im Jahre 1980 gegründet. Die Schuldnerin betreibt seit ihrer Gründung eine Druckerei und Kunststoffverarbeitung und verfügt über Standorte (Werke) in 3390 Melk, Spielberger Straße 28 sowie 3390 Melk, Florianiplatz 2 und 3386 Wimpassing/Pielach, Dunkelsteiner Straße 21.
Betroffene Dienstnehmer: 160, davon 5 Lehrlinge. Löhne und Gehälter wurden bis einschließlich April 2026 bezahlt.
Betroffene Gläubiger (außer den Dienstnehmern): 120
Passiva: EUR 2.608.900,--
Insolvenzursachen (Eigenangaben des Unternehmens):
Die Schuldnerin befand sich laut eigenen Angaben nach Abschluss des im Jahr 2023 erfolgreich beendeten Sanierungsverfahrens zunächst wieder in einer wirtschaftlichen Konsolidierungsphase. Sämtliche im Sanierungsplan übernommenen Verpflichtungen und Quoten aus dem Verfahren wurden nach den vorzeitigen Informationen auch erfüllt. Nunmehr werden die aktuellen Insolvenzursachen aber folgende Ereignisse zurückgeführt:
1) Veränderung der Marktbedingungen
2) Geopolitischen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt
3) Negative Auswirkungen auf die Kostenstruktur durch kollektivvertragliche und allgemein Lohnerhöhungen
Sanierungsplan
Den Gläubigern wird im Rahmen eines Sanierungsplans die gesetzliche Mindestquote von 20 %, zahlbar innerhalb von zwei Jahren angeboten. „Ob diese Quote angemessen und erfüllbar ist, wird nunmehr seitens des Kreditschutzverbandes geprüft“, so Peter Stromberger vom KSV1870.
Ausblick
Die Finanzierungsgrundlage für den Sanierungsplan soll aus dem Fortbetrieb des Unternehmens erwirtschaftet werden. Restrukturierungsmaßnahmen sollen dazu umgesetzt werden.
Forderungen können ab sofort über den KSV1870 per Mail an ins.forderungen@ksv.at angemeldet werden.