Insolvenz: CCS Facility Services GmbH
This content is available in German only. Letztes Update: 02.03.2026 |Basisdaten
- KSV1870 Nummer7702665
- InsolvenzartSanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
- Insolvenznummer206278
- Name lt. EdiktCCS Facility Services GmbH Facility Service, Personalüberlassung
- AntragstellerSchuldner
- GerichtLG-Linz
- Geschäftszahl13S16/26m
- Tagsatzung05.05.2026; 10:40; Saal 522
- Tagsatzungsart1. Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
- Tagsatzung16.06.2026; 10:20; Saal 522
- TagsatzungsartSanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
- InsolvenzverwalterMMag. Dr. Stefan Piringer Rechtsanwalt
-
Branchen50% Überlassung von Arbeitskräften und sonstige Personaldienstleistungen
50% Hausmeisterdienste
- TätigkeitsbereichBetrieben wird das Facility-Service und die Personalüberlassung. Die operative Tätigkeit wurde im Jänner 2018 aufgenommen.
- Gründungsjahr2017
- FirmenbuchnummerFN 480659 b
- UID-NummerATU72745238
- OENB-Nummer20914466
- Datum der letzten Bilanz31.12.2024
Presseinformation
Am 2.3.2026 wurde über das Vermögen der
CCS Facility Services GmbH, 4030 Linz, Prechtlerstraße 7
ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Linz eröffnet.
Gegenstand des Unternehmens: Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung (Facility Service)
Alleingesellschafter und Geschäftsführer: Daniel Hodzic
Betroffene Dienstnehmer: 81
Betroffene Gläubiger: 40
Aktiva: wird noch bewertet
Passiva: rund 548.000,- Euro
Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870, der die Gläubiger vertritt, bis zum 21.4.2026 angemeldet werden. Mail: insolvenz.linz@ksv.at
Das 2017 gegründete Unternehmen gibt in seinem Insolvenzantrag an, dass es seine Umsätze in den letzten Jahren durchaus steigern konnte (2023 ca. € 2,3 Mio., 2024 ca. € 2,6 Mio. und 2025 ca. € 3,2 Mio.) und meistens auch positive Jahresergebnisse erzielen konnte. Zudem sei das Eigenkapital mit rund 125.000,- Euro positiv.
Als Hauptinsolvenzursache gibt man an, dass Altlasten (in erster Linie Finanzamts-Verbindlichkeiten) in Höhe von rund 225.000,- Euro vorliegen, die man mit der aktuell vorhanden Liquidität nicht bedienen kann. Als die diesbezüglichen Verhandlungen über Ratenvereinbarungen mit dem Finanzamt im Februar scheiterten und zudem der Überziehungsrahmen von der Hausbank nicht erhöhte wurde, musste jetzt der vorliegende Insolvenzantrag gestellt werden.
„Den betroffenen Gläubigern wird ein 20 %iger Sanierungsplan, zahlbar binnen 24 Monaten ab seiner Annahme, angeboten“, berichtet Alexander Meinschad vom KSV1870. Dieser soll durch Fortführungs- und Verwertungserlöse finanziert werden. Auch liege eine von der Schuldnerin und deren Steuerberatung erstellte, positive Planungsrechnung für das Jahr 2026 vor. Man habe den vorliegenden Sanierungsplanvorschlag vorerst nur im gesetzlichen Mindestrahmen gestellt, wobei eine Verbesserung hinsichtlich der Zahlungsfristen für die Sanierungsplanquoten in Aussicht gestellt wird, so die Schuldnerin.
Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Stefan Piringer, Rechtsanwalt in 4020 Linz, bestellt.
Die erste Gläubigerversammlung, Berichts- und Prüfungstagsatzung finden am 5.5.2026 am Landesgericht Linz statt. Am 16.6.2026 werden die Gläubiger dort über den angebotenen Sanierungsplan verhandeln und abstimmen.
Die Angaben des schuldnerischen Unternehmens konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.