Insolvenz: Baumann Erdbewegung GmbH

This content is available in German only. Letztes Update: 12.05.2026 |

Basisdaten

  • KSV1870 Nummer1233163
  • InsolvenzartSanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung
  • Insolvenznummer207716
  • Name lt. EdiktBaumann Erdbewegung GmbH Werkstatt und Lagerplatz: 4774 St. Marienkirchen bei Schärding, Kleinwiesenhart Nr. 4
  • AntragstellerSchuldner
  • GerichtLG-Ried
  • Geschäftszahl17S15/25a
  • Tagsatzung29.07.2026; 11:00; Saal 101
  • Tagsatzungsart1. Gläubigerversammlung, Prüfungstagsatzung und Berichtstagsatzung
  • Tagsatzung09.09.2026; 09:00; Saal 101
  • TagsatzungsartSanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung
  • InsolvenzverwalterMag. Robert Tremel Rechtsanwalt
  • StellvertreterDr. Karl Weinhäupl Rechtsanwalt
  • Branchen80% Vorbereitende Baustellenarbeiten
    20% Sonstige Verwertung von Abfällen
  • TätigkeitsbereichBetrieben werden Erdbewegungen, der Erdbau sowie Receycling. Man hat diese Tätigkeit vom Einzelunternehmen Günther Baumann übernommen.
  • Gründungsjahr1980
  • FirmenbuchnummerFN 226569 s
  • UID-NummerATU55048102
  • OENB-Nummer5636990
  • Datum der letzten Bilanz31.12.2024

Presseinformation

Am 12.5.2026 wurde über das Vermögen der

Baumann Erdbewegung GmbH, 4983 St. Georgen bei Obernberg am Inn 25

ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Ried eröffnet.

 

Gegenstand des Unternehmens: Erdbau- und Baggerarbeiten, Transportleistungen (LKW-Fuhrpark), Geländegestaltungen und Wegebau, Abwicklung von Großprojekten im Bereich Erdbewegung

Alleingesellschafter und Geschäftsführer: Günther Baumann

Betroffene Dienstnehmer: 36

Betroffene Gläubiger: rund 290 (inkl. Dienstnehmer)

Aktiva: rund 824.000,- Euro

Passiva: rund 2,593 Millionen Euro

Ab sofort können Gläubigerforderungen über den KSV1870, der die Gläubiger vertritt, bis zum 15.7.2026 angemeldet werden. Mail: insolvenz.linz@ksv.at 

Über das 2002 gegründete Unternehmen war bereits im Jahr 2015 ein Insolvenzverfahren anhängig, das mit einem ordnungsgemäß erfüllten Sanierungsplan (30 % in 3 gleichen Raten, erstmals 10 % binnen 4 Wochen, weitere 10 % binnen 1 Jahr sowie letztmalig 10 % binnen 2 Jahren, jeweils ab Annahme dieses Sanierungsplanes) für die Gläubiger endete.

Laut den eigenen Angaben konnte das Unternehmen seither stabilisiert und über Jahre hinweg erfolgreich fortgeführt werden. Die nunmehr auftretende finanzielle Krise ist auf die allgemeine Rezession im Baugewerbe, gestiegene Treibstoff- und Materialkosten sowie eine erhebliche Verschlechterung der Zahlungsmoral von Auftraggebern zurückzuführen. Hinzu kam, dass die Zinsbelastungen für die bestehenden Finanzierungen zuletzt drastisch anstiegen, was die jetzige Insolvenzantragstellung erforderlich machte.

„Den betroffenen Gläubigern wird ein 20 %iger Sanierungsplan, zahlbar binnen 24 Monaten ab seiner Annahme, angeboten“, berichtet Alexander Meinschad vom KSV1870. Dieser soll nach verschiedenen Sanierungsschritten durch die Erträge aus der Fortführung des Unternehmens und – nötigenfalls – von dritter Seite finanziert werden. 

Die Antragstellerin verfügt laut ihrem Antrag über einen gut gefüllten Auftragsbestand für das Jahr 2026. Durch die insolvenzrechtliche Sanierung wird die Gesellschaft von der erdrückenden Zins- und Tilgungslast der Altverbindlichkeiten befreit, wodurch der operative Kern des Unternehmens wieder profitabel geführt werden kann. Die Erfahrungen aus der erfolgreichen Sanierung im Jahr 2015 sollen sicherstellen, dass die Geschäftsführung mit den prozessualen Anforderungen eines Sanierungsverfahrens vertraut ist und eine zügige Abwicklung gewährleistet werden kann.

Zum Insolvenzverwalter wurde Mag. Robert Tremel, Rechtsanwalt in Ried, zu seinem Stellvertreter Dr. Karl Weinhäupl, Rechtsanwalt in Ried, bestellt. 

Die erste Gläubigerversammlung, Berichts- und Prüfungstagsatzung finden am 29.7.2026 am Landesgericht Ried statt. Am 9.9.2026 werden die Gläubiger dort über den angebotenen Sanierungsplan verhandeln und abstimmen.

Die Angaben des schuldnerischen Unternehmens konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht ausreichend überprüft werden.

Schritt eins

Voraussichtliche Kosten berechnen

Schritt zwei

Auftragsdaten erfassen

Schritt drei

Daten prüfen und bestätigen - fertig!